Crans-Montana entlässt Angestellten wegen Urkundenfälschung

    Simon Ulrich
    Simon Ulrich

    Crans-Montana,

    Ein Mitarbeiter des Baudienstes wird fristlos entlassen. Grund ist ein mutmasslich missbräuchlich verwendeter Ingenieursname.

    Crans-Montana
    Ein Gemeindeangestellter in Crans-Montana verliert fristlos seinen Job. Er soll für ein Baugesuch bei Le Constellation den Namen eines Ingenieurs ohne dessen Wissen verwendet haben. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Crans-Montana hat einen Baudienst-Mitarbeiter fristlos entlassen.
    • Er steht auch im Strafverfahren zum Constellation-Brand im Fokus.
    • Auslöser ist ein mutmasslich missbrauchter Ingenieursname in einem Baugesuch.

    Die Gemeinde Crans-Montana hat einen Mitarbeiter des Baudienstes fristlos entlassen. Er steht bereits im Strafverfahren zum Branddrama in der Bar Le Constellation im Fokus, wie RTS berichtet.

    Bei dem Feuer waren im Dezember 2025 41 Menschen gestorben, mehr als 100 wurden verletzt.

    Auslöser der Entlassung ist der Vorwurf, dass bei einem offiziellen Baugesuch der Name eines Ingenieurs missbräuchlich verwendet wurde.

    François Berclaz, Gemeinderat und zuständig für Baufragen, schreibt in einer am Freitag veröffentlichten Medienmitteilung, das Vertrauensverhältnis sei «endgültig zerstört».

    Ingenieur soll nichts gewusst haben

    Konkret ging es um eine geplante Änderung an der Terrasse des Constellation. Ein Bauzeichner hatte die Pläne erstellt, durfte aber mangels Diplom nicht als Projektverfasser auftreten.

    Nach einer Absprache mit dem nun entlassenen Gemeindeangestellten wurde deshalb der Name eines diplomierten Bauingenieurs auf das Gesuch gesetzt. Dieser wusste laut eigener Aussage nichts davon.

    Findest du die fristlose Entlassung des Gemeindeangestellten nachvollziehbar?

    Der Ingenieur erfuhr erst Anfang Januar zufällig von der Sache, als ihn ein RTS-Journalist kontaktierte. Bei einer polizeilichen Befragung sagte er später, sein Name sei missbraucht worden.

    Gemeinderat sieht schwerwiegende Fakten

    Nach Bekanntwerden der Befragung suspendierte die Gemeinde den Mitarbeiter zunächst und leitete eine interne Untersuchung ein. Am 11. September entschied der Gemeinderat wegen der Schwere der festgestellten Fakten auf fristlose Entlassung.

    Der Mann gehört zu den 17 Beschuldigten im Strafverfahren zum Constellation-Brand. Ihnen werden fahrlässige Tötung, fahrlässige Brandverursachung und fahrlässige schwere Körperverletzung vorgeworfen. Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #6045 (nicht angemeldet)

    @2937 und weisst du warum? Weil Geld, stinkt nicht!

    User #1917 (nicht angemeldet)

    Auch hier ein Thema, dass nur noch nervt. Ich folge diese Geschichte nicht mehr. Die Schuldigen hätten schon längst gefunden und bestraft werden sollen.

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