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    Russland erwartet auch bei Öl-Embargo der EU hohe Einnahmen

    Keystone-SDA
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    Russland,

    Schon nach dem US-Boykott gegen russisches Öl seien die Exportmengen nun wieder hergestellt, erklärt der russische Vize-Regierungschef Alexander Nowak.

    Erdöl
    Ölpumpen pumpen Erdöl (Symbolbild). - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Russland werde Öl auf jene Märkte lenken, von wo aus EU-Staaten es teurer kaufen würden.
    • Moskau bezeichnete die westlichen Sanktionen wiederholt als wirkungslos.
    • Sie seien eher schädlich für die Wirtschaft in der EU und in den USA.

    Russland rechnet auch bei einem Öl-Embargo der EU weiter mit sprudelnden Einnahmen aus dem Energieverkauf. Schon nach dem US-Boykott gegen russisches Öl seien die Exportmengen nun wieder hergestellt, sagte Vize-Regierungschef Alexander Nowak am Donnerstag bei einem politischen Diskussionsforum.

    Die EU werde das in der Vergangenheit bei Russland gekaufte Öl künftig von anderer Stelle bekommen müssen, was insgesamt teurer werde wegen des logistischen Aufwands. Russland werde sein Öl auf jene Märkte lenken, von wo aus die EU-Staaten es teurer einkaufen würden, sagte Nowak.

    Sanktionen seien wirkungslos und schädlich für EU- und US-Wirtschaft

    Die Moskauer Staatsführung bezeichnete die Sanktionen des Westens gegen Russland im Zuge des Angriffskriegs gegen die Ukraine wiederholt als wirkungslos oder eher schädlich für die Wirtschaft in der EU und in den USA. Der zu grossen Teilen von den Einnahmen aus dem Öl- und dem Gasgeschäft abhängige Haushalt der Rohstoffgrossmacht profitiert schon jetzt stark von den hohen Energiepreisen.

    Die Sanktionen bewirkten nur, dass sich die Lieferzeiten verlängerten, mehr Schiffe auf den Weg gebracht werden müssten und sich insgesamt der Transport verteuere, meinte Nowak. «Aber das Öl verschwindet ja nirgendwo hin, es wird umgekippt wie von einem Glas in das andere.» Er fügte hinzu: «Wir haben am Ende dasselbe Ergebnis, nur eben unter Zerstörung der historischen Verbindungen und der damit verbundenen Lieferketten.»

    Mit Blick auf den Gasverbrauch in der EU sagte Nowak, dass im Moment zwar nicht an einen Betriebsstart der fertig verlegten Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 zu denken sei. «Aus politischen Motiven ist das Projekt derzeit eingefroren. Aber ich denke, dass es in der Zukunft gebraucht werden wird», sagte der Vize-Regierungschef. Im Vergleich zu anderen Transportwegen sei die Leitung durch die Ostsee konkurrenzfähig. Russland hatte das Flüssiggas aus den USA hingegen als teuer und schmutzig bezeichnet.

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