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    Russisches Gericht befasst sich mit Nawalny-Beschwerden zu Haftumständen

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    Russland,

    Am Mittwoch hat sich ein russisches Gericht mit drei Beschwerden des inhaftierten Oppositionellen Alexej Nawalny gegen seine Haftumstände befasst.

    Alexej Nawalny bei der Gerichtsanhörung
    Alexej Nawalny bei der Gerichtsanhörung - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nawalny fordert von der Gefängnisleitung, ihm geschickte Bücher auszuhändigen.
    • Darunter befinde sich der Koran, den er nach eigenen Angaben studieren möchte.

    Ein russisches Gericht hat sich am Mittwoch mit drei Beschwerden des inhaftierten Oppositionellen Alexej Nawalny gegen seine Haftumstände befasst. Die Klagen des 44-Jährigen richteten sich gegen die Gefängnisverwaltung des Straflagers, in der sich Nawalny derzeit befindet. Darin fordert er unter anderem die Aushändigung von Büchern, die ihm seine Verwandten geschickt haben.

    «Es ist eine bizarre Situation», sagte Nawalny, der zur Anhörung im Gerichtssaal in der Stadt Petuschki in der Region Wladimir per Video zugeschaltet war. Er forderte von der Gefängnisleitung, ihm geschickte Bücher auszuhändigen. Darunter befinde sich der Koran, den er nach eigenen Angaben studieren möchte.

    «Ich möchte die Bücher bekommen, die mir zugeschickt wurden», sagte Nawalny, der in einer dunklen Jacke auftrat und weniger angriffslustig wirkte, als bei anderen Auftritten zuvor. Den Koran habe er erst im April während seines Hungerstreiks im Gefängniskrankenhaus erhalten. Zudem beschwerte sich Nawalny, dass Artikel aus Zeitungen fehlten, die er erhält. Diese seien wohl ausgeschnitten worden.

    Mit Hungerstreik gegen Haftbedingungen protestiert

    Auf den Widersacher von Staatschef Wladimir Putin war im vergangenen August ein Gift-Anschlag verübt worden, den er beinahe nicht überlebt hätte und für den er den Kreml verantwortlich macht. Nawalny konnte in der Berliner Charité behandelt werden und genesen. Nach seiner Rückkehr nach Russland im Januar wurde er festgenommen und später wegen angeblicher Verstösse gegen Bewährungsauflagen zu mehr als zweieinhalb Jahren Lagerhaft verurteilt.

    Der 44-Jährige befindet sich derzeit in einem Straflager in der Region Wladimir, etwa hundert Kilometer von Moskau entfernt. Seit seiner Verhaftung gehen die russischen Behörden weiter mit aller Macht gegen ihn und seine Unterstützer vor. Nawalny hatte mit seinem inzwischen beendeten Hungerstreik gegen die Haftbedingungen protestiert.

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