Rahmenabkommen

    Trump: Rahmenabkommen zum Iran-Krieg «weitgehend» ausgehandelt

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Trump verkündet einen Durchbruch im Iran-Krieg: Ein Rahmenabkommen sei «weitgehend» ausgehandelt. Teheran bremst die Euphorie umgehend.

    Donald Trump Iran
    Washington und Teheran arbeiten offenbar an einer Absichtserklärung. Trump beziffert die Chancen auf eine Einigung auf «50 zu 50». - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Laut Trump steht ein Rahmenabkommen mit dem Iran zum Kriegsende kurz vor dem Abschluss.
    • Ein 14-Punkte-Memorandum soll Waffenruhe, Hormus und blockierte Gelder regeln.
    • Teheran dämpft die Erwartungen und beansprucht weiterhin die volle Kontrolle über Hormus.

    Die USA stehen nach Angaben von Präsident Donald Trump in den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs kurz vor einem Rahmenabkommen mit Teheran und der Wiederöffnung der Strasse von Hormus.

    Es sei «weitgehend» ausgehandelt, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. «Die letzten Aspekte und Details des Abkommens werden derzeit besprochen und sollen in Kürze bekanntgegeben werden.»

    Ein iranischer Militärsprecher betonte allerdings auf der Plattform X, dass Teheran auch im Falle eines Abkommens mit den USA weiterhin die Kontrolle über die für den globalen Öl- und Gashandel wichtige Strasse von Hormus behalten werde.

    Glaubst du, dass der Iran-Krieg bald endet?

    Die Meerenge werde «unter voller iranischer Verwaltung und Souveränität bleiben», hiess es. Die iranische Nachrichtenagentur Fars schrieb, der Iran habe zwar zugestimmt, die Anzahl der passierenden Schiffe wieder auf das Vorkriegsniveau anzuheben. Dies bedeute jedoch keine Rückkehr zur «freien Durchfahrt» wie vor dem Krieg.

    Die Verwaltung der Meerenge sowie die Erteilung von Genehmigungen erfolge weiter durch die Islamische Republik Iran. Trumps Behauptung sei daher «unvollständig und entspricht nicht der Realität».

    14-Punkte-Memorandum als erster Schritt

    Trump machte zunächst keine weiteren Angaben zum Inhalt des anvisierten Abkommens. Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghai hatte am Samstagabend im Staatsfernsehen gesagt: «Derzeit befinden wir uns in der abschliessenden Phase der Ausarbeitung eines Memorandums.»

    Iranische Uran-Anreicherungsanlage
    Iranische Uran-Anreicherungsanlage in Natans. (Archivbild) - AFP/Archiv

    Im Mittelpunkt eines 14-Punkte-Memorandums stünden die Beendigung des Kriegs, die Strasse von Hormus sowie die grundsätzliche Freigabe blockierter iranischer Vermögenswerte im Ausland.

    Innerhalb der nächsten 30 bis 60 Tage sollen demnach weitere Details verhandelt werden, wozu auch der Streit um Irans Atomprogramm sowie der technische Prozess zur Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran gehörten.

    Geht die Strasse von Hormus bald auf?

    Die Atomfrage bleibt der grösste Streitpunkt. Washington fordert, dass das Abkommen iranische Verpflichtungen für eine langfristige Aussetzung seines Atomprogramms sowie eine Zusage zur Übergabe hoch angereicherten Urans an die USA beinhaltet. Der Iran lehnt diese Bedingungen bislang ab.

    «Trump muss sich zwischen der Ungewissheit einer Eskalation und der Gewissheit entscheiden, für ein schwaches Abkommen kritisiert zu werden», sagte Dan Shapiro, ehemaliger US-Botschafter in Israel und Berater in den Iran-Verhandlungen, dem «Wall Street Journal». «Niemand weiss, wofür er sich entscheiden wird.»

    Kritik in den USA an Trump

    «Ich bin zutiefst besorgt», schrieb der republikanische Senator Ted Cruz aus Texas auf X. Sollte das Ergebnis «ein iranisches Regime sein – weiterhin von Islamisten geführt, die ‹Tod den USA› skandieren –, das nun Milliarden von Dollar erhält, Uran anreichern und Atomwaffen entwickeln kann und die Strasse von Hormus effektiv kontrolliert, dann wäre dies ein desaströser Fehler.»

    Donald Trump Ted Cruz
    Der republikanische Senator Tod Cruz fürchtet sich vor einem schlechten Deal mit Iran. - Keystone

    Der Nahost-Experte Thomas Juneau von der kanadischen Universität Ottawa schrieb auf X, zwar kenne man die Einzelheiten des anstehenden Abkommens bisher nicht und wisse auch nicht, ob es überhaupt zu einem solchen kommen werde.

    «Klar ist für mich jedoch, dass beide Seiten durch diesen Krieg Verluste erlitten haben, die USA aber mehr als der Iran», schrieb er.

    Iran bleibt vorsichtig

    Irans Aussenamtssprecher Baghai hatte derweil die Erwartungen an einen schnellen Durchbruch gedämpft. «Eine Einigung könnte sowohl sehr nah als auch sehr fern sein», sagte er.

    Die USA hätten während des bisherigen Verhandlungsprozesses mehrfach widersprüchliche Positionen eingenommen und ihre Ansichten geändert. Daher könne Teheran nicht sicher sein, dass dies nicht erneut der Fall sein werde. Gleichzeitig sprach Baghai von einer «Annäherung der Standpunkte», ohne Details zu nennen.

    Iran Krieg
    Der iranische Präsident Massud Peseschkian spricht in einer öffentlichen Sitzung des Parlaments. - Keystone

    Der iranische Präsident Massud Peseschkian zeigte sich zwar laut dem Präsidialamt in Teheran offen für eine diplomatische Lösung, betonte jedoch Irans tiefes Misstrauen gegenüber Washington.

    «Wir sind weiterhin gesprächsbereit, aber die Erfahrungen aus vergangenen Verhandlungen mit den USA zwingen uns zu äusserster Vorsicht», sagte Peseschkian demnach.

    Pakistan lobt Trump

    Der Premierminister des Vermittlerstaats Pakistan, Shehbaz Sharif, gratulierte derweil Trump auf X zu «seinen ausserordentlichen Bemühungen um den Frieden».

    Trump habe am Samstag ein «sehr nützliches und produktives» Telefonat mit den Staatschefs von Saudi-Arabien, Katar, der Türkei, Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jordanien und Pakistan geführt.

    Trump schrieb, es sei ein «sehr gutes» Gespräch gewesen. Separat habe er auch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu telefoniert.

    Beide Verbündeten hatten den Iran am 28. Februar angegriffen. Seit Anfang April herrscht in dem Krieg eine Waffenruhe, die zuletzt einseitig von Trump verlängert wurde.

    Der israelische Iran-Experte Danny Citrinowicz schrieb in der Nacht auf X: «Man kann kaum überschätzen, wie sehr Netanjahu diesen Moment als mögliche persönliche und politische Niederlage empfindet. Ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran unter Trump wäre ein schwerer Schlag für ihn, vor allem diplomatisch, aber in erster Linie politisch.»

    Bisher keine Reaktion aus Israel

    Netanjahus Überzeugung sei es gewesen, dass mehr militärische Stärke den Iran entweder zur Unterwerfung zwingen oder die Führung destabilisieren würde, schrieb der Experte weiter.

    Telefonat iran-Krieg
    Israels Premier Benjamin Netanjahu hat sich beim Iran-Krieg wohl verschätzt. - keystone

    «Stattdessen ist das Ergebnis ein radikalisierterer, widerstandsfähigerer und gefährlicherer Iran, dem selbst Washington heute zögert, erneut militärisch entgegenzutreten.»

    Netanjahu, der sich voraussichtlich in wenigen Monaten den Wählern stellen muss, reagierte in der Nacht zunächst nicht öffentlich auf Trumps Ankündigung.

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    Kommentare

    User #2962 (nicht angemeldet)

    Moin. Es müssen neue Handelswege gefunden werden. Ohne Iran..!!!

    User #6457 (nicht angemeldet)

    Trudi Gerster war glaubhaft mit ihren Märchenerzählungen. Die Kinder fieberte mit und wir Erwachsenen konnten schmunzeln. Dies trifft beim orangen Gnom nicht zu.

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    fgh
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