Portugal und Österreich jubeln über Wahl in UN-Sicherheitsrat
Portugal und Österreich feiern in New York ihren Einzug in den mächtigen UN-Sicherheitsrat für die kommenden zwei Jahre. Der Sieg sei Resultat einer «intensiven und koordinierten Werbekampagne» und eines 15 Jahre langen Wahlkampfes, sagte Österreichs Aussenministerin Beate Meinl-Reisinger in New York. Paulo Rangel, Aussenminister Portugals, sagte, der Einsatz für die Prinzipien der Vereinten Nationen und den Multilateralismus habe sich für das Land ausgezahlt. Beide Länder ziehen ab Januar 2027 zum vierten Mal in den Rat, teilten die Politiker mit.

Deutschland war den beiden Ländern im Rennen um zwei frei werdende Sitze in der Regionalgruppe «Westeuropa und andere» unterlegen. Im Sicherheitsrat sitzen neben den fünf ständigen Mitgliedern zehn nicht ständige Mitglieder.
Präsident António Seguro sagte, die Wahl Portugals in den UN-Sicherheitsrat sei ein Erfolg, der «das gesamte portugiesische Volk ehrt». Die Wahl spiegele die Glaubwürdigkeit, das Vertrauen und den Respekt wider, den Portugal in der internationalen Gemeinschaft geniesse.
«Das ist ein grosser diplomatischer Erfolg für unser Land», sagte Österreichs Kanzler Christian Stocker (ÖVP). Das Land stehe für Dialog statt Konfrontation, für Verständigung statt Blockdenken und für eine internationale Ordnung, in der die Stärke des Rechts über dem Recht des Stärkeren stehe, so der konservative Regierungschef, dessen Land im Unterschied zu Portugal und Deutschland kein Nato-Mitglied ist.










