Nach intensiven Bemühungen um eine einvernehmliche Regelung mit den Maghreb-Staaten hat die französische Regierung eine «drastische» Verschärfung ihrer Visa-Regelungen angekündigt.
Französischer Regierungssprecher Gabriel Attal
Französischer Regierungssprecher Gabriel Attal - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Regierungssprecher nennt die Massnahme «drastisch» und «notwendig».

Die Visa-Bestimmungen für Marokko, Algerien und Tunesien würden verschärft, sagte Regierungssprecher Gabriel Attal am Dienstag. Diese Massnahme sei «drastisch», aber «notwendig». Als Begründung führte er an, dass die Maghreb-Staaten nicht genug täten, um von Frankreich abgewiesene Migranten zurückzunehmen.

«Es hat einen Dialog gegeben, dann hat es Drohungen gegeben», sagte Attal dem Sender Europe 1. «Heute setzen wir die Drohung in die Tat um.» Er verwies auf Besuche von Premierminister Jean Castex und anderen Regierungsmitgliedern in dieser Sache sowie auf Sitzungen mit Botschaftern der betroffenen Staaten. Wenn jedoch die Dinge «zu einem gegebenen Zeitpunkt nicht vorankommen, wenden wir die Regeln an», sagte Attal.

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