New Yorks Bürgermeister Mamdani boykottierte Israel-Parade
New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani boykottierte die Israel-Parade in Manhattan – als erster Stadtchef seit Jahrzehnten blieb er der Veranstaltung fern.

New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani hat die alljährliche Israel-Parade in Manhattan als erster Stadtchef seit Jahrzehnten boykottiert. Er selbst hatte seine Entscheidung bereits im Wahlkampf angekündigt, wie der «Standard» berichtet.
«Ich habe schon im Wahlkampf gesagt, dass ich nicht an der Parade teilnehmen werde», erklärte Mamdani seine Haltung. «Und ich habe meine Ansichten über die israelische Regierung sehr deutlich gemacht.»
Laut «T-Online» ist New York City die Heimat von rund einer Million jüdischen Einwohnern. Die Parade wird seit den 1960er-Jahren in der Regel alljährlich abgehalten.
Kritik von israels Vertretern
Danny Danon, israelischer UN-Botschafter, erklärte, der Bürgermeister habe sich dafür entschieden, «Zehntausenden Juden sowie Unterstützern Israels den Rücken zu kehren». Auch der ehemalige israelische Ministerpräsident Naftali Bennett meldete sich laut «vol.at» zu Wort.
Bennett bezeichnete Mamdanis Entscheidung auf X als «feige», berichtet «vol.at». «Führung bedeutet, für alle New Yorker da zu sein, einschliesslich der Juden, die diese Stadt ihr Zuhause nennen.»
Trotz Mamdanis Abwesenheit verlief die Veranstaltung ohne Zwischenfälle. Zehntausende Teilnehmer zogen mit israelischen Flaggen und blau-weissen Luftballons durch die Strassen Manhattans.
Rekord-Polizeipräsenz bei Israel-Parade
Die New Yorker Polizeikommissarin Jessica Tisch hatte im Vorfeld die grösste Polizeipräsenz in der Geschichte der Veranstaltung angekündigt, meldet «vol.at». Anlass dazu gaben der angestiegene Antisemitismus und die aktuelle politische Lage im Nahen Osten.

Unter den Anwesenden befanden sich laut «Times of Israel» Governor Kathy Hochul, Senator Chuck Schumer. Ebenso die ehemaligen Bürgermeister Eric Adams und Michael Bloomberg.
Mamdanis Abwesenheit sorgte dabei für weitere Aufmerksamkeit: Aktivisten trugen lebensgrosse Pappaufsteller des Bürgermeisters und seiner Frau mit israelischen Flaggen durch die Menge.












