Neues «Freundschaftskrankenhaus»: Russen feiern Bündnis mit Nordkorea

Keystone-SDA
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Nordkorea,

Mit einem Brückenbau an der gemeinsamen Landesgrenze und einem «Freundschaftskrankenhaus» wollen Russland und Nordkorea ihre Zusammenarbeit vorantreiben. Vertreter beider Staaten legten den Grundstein für den Bau der Klinik im nordkoreanischen Wonsan, bei der Zeremonie hielt Russlands Gesundheitsminister Michail Muraschko laut der Nachrichtenagentur KCNA eine Rede. Das Projekt geht demnach auf eine Vereinbarung zurück, die Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und Russlands Präsident Wladimir Putin 2024 beim gemeinsamen Gipfel in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang trafen.

kim putin
Der russische Präsident Wladimir Putin (rechts) und der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un (links) geben sich bei ihrem Treffen auf dem Campus der Föderalen Universität des Fernen Ostens auf der Insel Russki in Wladiwostok, Russland, am 25. April 2019 die Hand. - keystone

Als Freundschaftskrankenhaus – ein Begriff, der vor allem aus sozialistischen Ländern bekannt ist – werden zumeist Kliniken bezeichnet, die im Zuge internationaler Kooperationen zwischen politisch eng verbundenen Staaten gebaut werden. Nordkorea hat Russland im Angriffskrieg gegen die Ukraine mit tausenden Soldaten unterstützt, im Gegenzug erhält Pjöngjang von Moskau unter anderem Sicherheitsgarantien und mutmasslich auch Militärtechnik.

KCNA zufolge werden derzeit auch die Bauarbeiten an einer Strassenbrücke an der gemeinsamen Landesgrenze vorangetrieben. Die Brücke solle «in naher Zukunft» fertiggestellt werden.

Neben Muraschko sind zurzeit auch der russische Umweltminister Alexander Koslow und Innenminister Wladimir Kolokolzew in Nordkorea. Ihr Besuch erfolgt nur wenige Tage vor dem Jahrestag der russischen Rückeroberung der zuvor von ukrainischen Streitkräften eingenommenen Region Kursk. Nordkorea hatte bereits angekündigt, anlässlich des Jahrestags am 26. April eine Zeremonie zur Fertigstellung eines Gedenkmuseums zu Ehren der nordkoreanischen Soldaten abzuhalten, die im Ukraine-Krieg gefallen sind. Laut Schätzungen des südkoreanischen Geheimdienstes wurden bis zu 15.000 Soldaten aus Nordkorea zur Unterstützung Russlands im Ukraine-Krieg entsandt.

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