«Unzerbrechlich» – Kim Jong Un über Nordkoreas Band mit China
Xi Jinpings Besuch bei Kim Jong Un in Pjöngjang ebnet den Weg für eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen Nordkorea und China.

Das Wichtigste in Kürze
Chinas Staatschef Xi Jinping hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in Pjöngjang besucht – zum ersten Mal seit sieben Jahren. Beide Seiten bekräftigten dabei ihren Willen zu einer engeren Zusammenarbeit in Wirtschaft, Politik und Kultur, wie das «SRF» berichtet.
Xi versicherte Kim Jong Un laut staatlicher chinesischer Nachrichtenagentur Xinhua die unbedingte Treue Pekings. «Egal, wie sich die internationale Lage verändert», werde China an der Freundschaft festhalten und Nordkorea beim sozialistischen Kurs unterstützen.
Kim Jong Un bezeichnete die Beziehungen der beiden Länder seinerseits als «unzerbrechlich».
Kim Jong Un und China beschwören neue Ära der Partnerschaft
Beim Gipfeltreffen vereinbarten Kim Jong Un und Xi laut dem «Handelsblatt» einen Ausbau der strategischen Kommunikation durch hochrangige gegenseitige Staatsbesuche. Kim sicherte Xi zudem seine volle Unterstützung für das Ein-China-Prinzip zu.
Xi hatte bereits vor seinem Besuch in der nordkoreanischen Parteizeitung «Rodong Sinmun» von «neuen Entwicklungschancen» für die beiden Nachbarstaaten gesprochen. Zugleich wandte er sich laut «SRF» gegen «Hegemonismus und Machtpolitik», Formulierungen, mit denen Peking typischerweise auf die USA zielt.
Am Vortag des Besuchs erteilte Kim Yo-jong, die einflussreiche Schwester des Machthabers, Bemühungen um nukleare Abrüstung eine deutliche Absage. Nordkoreas Status als Nuklearwaffenstaat sei eine «unumkehrbare Realität», sagte sie.
Peking kämpft um seinen Einfluss
Der Hintergrund des Besuchs reicht über blossen Zeremoniell hinaus, ordnet die «ZDF heute» ein. Seit dem Angriff auf die Ukraine habe Nordkorea die Beziehungen zu Russland massiv ausgebaut, mit Waffen und 15'000 Soldaten.

China versuche nun, den traditionellen Verbündeten Nordkorea stärker an sich zu binden. Peking setze auf wirtschaftliche Verflechtung und habe Kooperationen in Infrastruktur, Landwirtschaft und Technologie angekündigt.
China gilt laut «SRF» als einziger formeller Bündnispartner Nordkoreas, basierend auf einem gegenseitigen Beistandsvertrag. Der zweitägige Staatsbesuch war Xis erste Auslandsreise des Jahres 2026 überhaupt.
















