Montenegro meldete am Samstag Cyberangriffe auf mehrere Regierungseinrichtungen. Frankreich kommt dem Balkanstaat nun mit Experten zu Hilfe.
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Cyberkriminalität – insbesondere Ransomware – bereitet heutzutage vielen Firmen Probleme (Symbolbild). - sda - KEYSTONE/STR
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Das Wichtigste in Kürze

  • Am Samstag meldete Montenegro Cyberangriffe auf IT-Systeme in staatlichen Einrichtungen.
  • Frankreich unterstützt den Balkanstaat nun in der Analyse der Angriffe.

Nach dem grossangelegten Cyberangriff auf Regierungsbehörden in Montenegro hat Frankreich auf das Hilfeersuchen des kleinen Balkanstaats reagiert. Die französische Regierung komme Montenegros Bitte um Unterstützung nach.

Frankreich entsende nun eine Mission der französischen Behörde für die Sicherheit von Informationssystemen (ANSSI) nach Montenegro. Sie soll bei der Untersuchung und der Wiederherstellung der Cybersicherheit helfen. Dies gab der beigeordnete Minister für Digitales, Jean-Noël Barrot, am Samstag in Paris bekannt.

Barrot hob hervor, dass Frankreich in den vergangenen Jahren massiv in Cybersicherheit investiert habe. So sei die Experten-Zahl in diesem Bereich seit 2018 um rund 50 Prozent auf 45'000 Fachleute Ende 2021 gestiegen. Im Rahmen des Plans «Frankreich 2030» flössen überdies 140 Millionen Euro in die Ausbildung neuer Experten im Bereich Cybersicherheit.

Montenegro erlebt grössten Cyberangriff

Die montenegrinische Regierung hatte am Samstag Cyberattacken auf Computersysteme mehrerer staatlicher Einrichtungen gemeldet, darunter auch das des Finanzministeriums. Einen Hackerangriff dieses Ausmasses habe sein Land noch nicht erlebt, sagte Verwaltungsminister Maras Dukaj. Die gesamte Infrastruktur, einschliesslich der Strom- und Wasserversorgung, sei gefährdet. Dies berichteten mehrere Medien unter Berufung auf ein «informelles Briefing» der Nationalen Sicherheitsbehörde.

Verteidigungsminister Rasko Konjevic machte Russland für die Attacke verantwortlich. Wegen Montenegros Unterstützung der EU-Sanktionen im Ukraine-Krieg hatte Moskau das Nato-Mitglied im März auf seine Liste der «feindlichen Staaten» gesetzt.

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