Minenräumung in Strasse von Hormus könnte Monate dauern
Die Minen in der Strasse von Hormus könnten noch monatelang die Schifffahrt gefährden – mit spürbaren Folgen für Wirtschaft und Energiepreise weltweit.

Rund ein Fünftel des weltweiten Erdöls fliesst durch die Strasse von Hormus. Die verlegten Minen machen die Durchfahrt derzeit für Handelsschiffen gefährlich.
Das Pentagon geht von einer Räumungsdauer von rund sechs Monaten aus. Ein Beamter des US-Verteidigungsministeriums soll dies dem Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses mitgeteilt haben, wie das «Handelsblatt» berichtet.
Die Anhörung hinterliess nach Angaben einer Quelle mehr Fragen als Antworten. Abgeordnete hätten unter anderem Informationen zu den Kriegskosten und zur Strategie der Kriegsführung erfragt, so das «Handelsblatt».
Keine Räumung der Strasse von Hormus vor Kriegsende
Eine Minenräumung sei zudem unwahrscheinlich, solange die Kampfhandlungen andauern, berichtet «T-Online». Damit dürften auch die wirtschaftlichen Folgen – darunter hohe Spritpreise – noch Monate anhalten.
Das Schiffstracking-Unternehmen Kpler bezeichnet die Strasse von Hormus als «praktisch gesperrt», berichtet die «Epoch Times». Die meisten Schifffahrtsorganisationen hätten erklärt, die Wasserstrasse sei wegen Minen nach wie vor zu unsicher für die Durchfahrt.
Zuletzt beschlagnahmten die iranischen Revolutionsgarden zwei Containerschiffe in der Meerenge. Dabei handelte es sich laut dem «Handelsblatt» um die «MSC Francesca» und die «Epaminondas».
Merz: «Das können wir»
Militärs aus 30 Ländern beraten sich derzeit in London über einen möglichen Einsatz nach Kriegsende, meldet «T-Online».

Bundeskanzler Friedrich Merz signalisierte nach einer Konferenz in Paris Deutschlands Bereitschaft zur Beteiligung. Er nannte ausdrücklich Minenräumung und Seeaufklärung und betonte: «Das können wir», wie die «Epoch Times» berichtet.
Er betonte, dass ein Einsatz der Bundeswehr nur im Rahmen einer internationalen Operation erfolgen könne. Zudem sei dies erst möglich, wenn eine sichere Rechtsgrundlage vorliege, etwa in Form einer Resolution des UN-Sicherheitsrats.












