Überparteiliches Komitee wirbt für Sanierung des Kunstmuseums Bern
Ein breit abgestütztes Komitee hat am Donnerstag den Abstimmungskampf für die Sanierung des Berner Kunstmuseums lanciert. Die Grossratsmitglieder sehen das Projekt als einmalige Chance, die das Berner Kulturerbe für kommende Generationen sichert.

Das Sanierungsprojekt überzeuge in Bau, Funktionalität und Kosteneffizienz – «und macht das Kunstmuseum endlich barrierefrei», teilte das Ja-Komitee am Donnerstag mit. Aktuell sei der Schutz der Kunstwerke nicht mehr ausreichend gewährleistet. «Es geht um eine notwendige Sanierung», liess sich FDP-Grossrat Daniel Arn zitieren. «Und die ist dringend.»
Das Projekt Eiger beinhaltet die Sanierung des historischen Stettlerbaus und die Erstellung eines Ersatzneubaus für den Atelier-5-Bau. Dazu kommt die Sanierung des Gebäudes an der Hodlerstrasse 6. Von den Gesamtkosten von 147 Millionen Franken übernehmen Private, Stiftungen, die Wirtschaft und der Lotteriefonds 40 Prozent.
Diese Kostenbeteiligung will das Komitee nicht aufs Spiel setzen. «Wird die Vorlage abgelehnt, gehen diese privaten Beiträge verloren», sagte GLP-Grossrat Claude Grosjean laut Mitteilung. In den Geldern enthalten sind unter anderem auch 30 Millionen Franken von Mäzen Hansjörg Wyss und fünf Millionen Franken der Bernburger.
Vertreterinnen und Vertreter sämtlicher Grossratsfraktionen bis auf die SVP gehören dem Komitee «Ja zum Kunstmuseum Bern» an. Dazu kommen laut der Mitteilung mehr als 250 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur, Bildung und Gesellschaft.
Die Berner Stimmberechtigten befinden am 14. Juni über das Vorhaben. Die Vorlage kommt vors Volk, weil ein Referendum gegen den Projektierungskredit zustande gekommen ist. Das Projekt «sprengt jedes vernünftige Mass», argumentieren Mitglieder von SVP, EDU und GLP. Der bernische Grosse Rat hatte vergangenen September 15,7 Millionen Franken für die Projektierung genehmigt.






