Berner Gemeinderat für Reorganisation der Rettungsdienste

Keystone-SDA Regional
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Bern,

Die Berner Stadtregierung steht hinter einer geplanten Reorganisation des Rettungswesens. Demnach soll der Rettungsdienst der Insel Spitalgruppe von Schutz und Rettung Bern übernommen werden. Hintergrund ist das vom Kanton vorgegebene neue Regionenmodell in der Gesundheitsversorgung.

In Bern und Umgebung wird voraussichtlich ab 2027 nur noch Schutz und Rettung Bern tätig sein. Die Insel Spitalgruppe verzichtet auf einen eigenen Rettungsdienst. (Archivbild)
In Bern und Umgebung wird voraussichtlich ab 2027 nur noch Schutz und Rettung Bern tätig sein. Die Insel Spitalgruppe verzichtet auf einen eigenen Rettungsdienst. (Archivbild) - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Der Kanton Bern will sein Gebiet in vier Spitalregionen einteilen. Pro Region soll es nur noch einen Rettungsdienst geben. In der vom Kanton definierten Region Bern und Umgebung sind derzeit Schutz und Rettung Bern sowie der Rettungsdienst der Insel Gruppe tätig.

Die Insel Gruppe will ihren Rettungsdienst ab 2027 abgeben und sich künftig auf die Spitalversorgung fokussieren, wie seit rund einem Jahr bekannt ist. Daher prüften beide Organisationen die Übernahme der Betriebsstandorte Münsingen und Riggisberg durch Schutz und Rettung Bern.

Nun spricht sich der Gemeinderat der Stadt Bern für diese geplante Neuorganisation aus: «Wir sehen darin eine Chance, die Notfallversorgung in der Region nachhaltig zu stärken», wird Gemeinderat Alec von Graffenried, Direktor für Sicherheit, Umwelt und Energie, in einer Mitteilung der Stadt vom Donnerstag zitiert.

Mit Schutz und Rettung Bern stehe eine Organisation bereit, die bei Rettungs- und Katastropheneinsätzen über viel Erfahrung im städtischen Umfeld und in der Region verfüge.

Der gemeinsame Rettungsdienst Bern+ soll Anfang Juli 2027 in Betrieb gehen. Alle Mitarbeitenden der Stützpunkte Münsingen und Riggisberg des Insel Rettungsdienstes sollen auf Wunsch zu Schutz und Rettung Bern wechseln können. Betroffen sind 26 Vollzeitstellen.

«Es ist uns wichtig, allen Angestellten eine gute und verlässliche Perspektive zu bieten. Ihre Erfahrung ist ein zentraler Bestandteil einer funktionierenden Notfallversorgung», führte von Graffenried aus.

Für die Umsetzung der Reorganisation beantragt der Gemeinderat dem Stadtrat einen Verpflichtungskredit in der Höhe von 800'000 Franken. Darin enthalten sind die Kosten für die gesamte Administration und den IT-Wechsel sowie ein Betrag für den allfälligen Ausgleich einer Unterdeckung bei der Personalvorsorgekasse.

Ausserdem beantragt der Gemeinderat im Stadtparlament einen Investitionskredit von 240'143 Franken für Fahrzeuge, Geräte und Mobiliar. Für die juristische Beratung und die Begleitung der Personalübernahme sprach der Gemeinderat bereits einen Nachkredit in der Höhe von 50'000 Franken.

Schutz und Rettung Bern beschäftigt aktuell rund 120 Mitarbeitende. Der Rettungsdienst geht auf die 1904 gegründete Sanitätspolizei Bern zurück und wurde 2020 mit der Abteilung «Feuerwehr, Zivilschutz und Quartieramt» zu Schutz und Rettung Bern zusammengeführt.

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