Iran feuert auf Frachter in Strasse von Hormus

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Iran,

    Schnellboote der iranischen Revolutionsgarden haben in der Strasse von Hormus einen Frachter unter schweren Beschuss genommen und dabei seine Brücke beschädigt.

    Strasse von Hormus
    Ein Containerschiff wurde in der Strasse von Hormus beschossen und schwer beschädigt. - keystone

    Ein Schnellboot der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) näherte sich einem Containerschiff und eröffnete ohne vorherige Funkwarnung das Feuer. Die britische Seefahrtsbehörde UKMTO bestätigte dies unter Berufung auf den Kapitän des betroffenen Schiffes, wie das «SRF» berichtet.

    Die Brücke des Frachters wurde dabei erheblich beschädigt, alle Besatzungsmitglieder blieben jedoch unverletzt. Laut der UKMTO ereignete sich der Vorfall 15 Seemeilen nordöstlich von Oman, wie «swissinfo.ch» meldet.

    Sollte Iran die Blockade der Strasse von Hormus als Verhandlungsmasse nutzen?

    Das iranische Nachrichtenportal «Nur-News», das dem Nationalen Sicherheitsrat nahesteht, bestätigte den Zwischenfall ebenfalls. Ein Containerschiff habe Warnungen der iranischen Streitkräfte ignoriert und sei daraufhin beschossen worden.

    Zweiter Vorfall kurz darauf

    Kurz nach dem ersten Angriff meldete die UKMTO einen weiteren Beschuss in der Strasse von Hormus.

    Ein auslaufender Frachter wurde demnach acht Seemeilen westlich des Iran getroffen und liegt gestoppt im Wasser, wie «web.de» berichtet.

    Auch in diesem Fall sei die Besatzung unverletzt – Berichte über Schäden lagen zunächst nicht vor. Die UKMTO meldete eine erhöhte Aktivität in der Region und rief alle Schiffe auf, verdächtige Vorfälle sofort zu melden.

    Lage in Strasse von Hormus bleibt angespannt

    Die Strasse von Hormus steht seit Wochen im Zentrum eines eskalierenden Konflikts zwischen dem Iran und den USA.

    Laut dem «SRF» hat der Iran eine zuvor angekündigte Öffnung der Meerenge mittlerweile wieder rückgängig gemacht. Er verweist dabei auf die anhaltende Seeblockade iranischer Häfen durch die US-Marine.

    Strasse von Hormus
    Der Tanker wurde erst vom Iran, dann von den USA gestoppt. (Symbolbild) - keystone

    Die iranische Führung lehnt ausserdem eine zweite Verhandlungsrunde mit US-Vertretern in Islamabad ab, solange die Blockade fortdauert. Die Lage in der strategisch bedeutsamen Strasse von Hormus bleibt damit weiterhin hochgespannt.

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    Kommentare

    User #6012 (nicht angemeldet)

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