Mexiko warnt vor humanitärer Krise in Kuba nach US-Drohung

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Mexiko,

Nach der US-Zolldrohung gegen Kubas Öllieferanten warnt Mexiko vor einer humanitären Krise grossen Ausmasses auf der sozialistischen Karibikinsel. Gefährdet seien der Betrieb von Krankenhäusern, die Lebensmittelversorgung und weitere grundlegende Dienstleistungen, sagte Präsidentin Claudia Sheinbaum. Die kubanische Bevölkerung befinde sich bereits jetzt in einer schwierigen Lage.

Autofahrer warten in einer langen Schlange vor einer Tankstelle in Kuba. Foto: Ramon Espinosa/AP/dpa
Autofahrer warten in einer langen Schlange vor einer Tankstelle in Kuba. Foto: Ramon Espinosa/AP/dpa - Keystone/AP/Ramon Espinosa

US-Präsident Donald Trump hat Ländern, von denen Kuba sein Öl bezieht, mit Zusatzzöllen gedroht. Mexiko ist einer der grössten Öllieferanten des von der Kommunistischen Partei regierten Staates – und zugleich der wichtigste Handelspartner der Vereinigten Staaten. Bereits vor dem US-Militäreinsatz in Venezuela, einem wichtigen Verbündeten Kubas, hatten sich die mexikanischen Erdöllieferungen an die Insel erhöht.

Die mexikanische Regierung werde sich an US-Aussenminister Marco Rubio wenden, um die genauen Details von Trumps Verordnung zu erfahren, sagte Sheinbaum in der Grenzstadt Tijuana. «Wir wollen unser Land in Bezug auf die Zölle nicht gefährden». Gleichzeitig wolle man bekräftigen, dass eine humanitäre Krise auf Kuba verhindert werden müsse.

Medienberichten zufolge soll Mexiko in den vergangenen Tagen bereits die Öllieferungen nach Kuba auf Druck der USA hin reduziert haben, allerdings gibt es dafür keine offizielle Bestätigung.

Auf Kuba kommt es wegen des maroden Zustands des Stromnetzes und des Erdölmangels immer wieder zu Blackouts. Oft fällt für 12 oder mehr Stunden am Tag der Strom aus. Die Karibikinsel steckt aktuell in einer ihrer schwersten Wirtschaftskrisen seit dem Sieg der Revolution unter Fidel Castro im Jahr 1959.

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