Nach Trump-Xi-Gipfel: Taiwan hofft auf US-Waffenlieferung
Taiwans Regierung hat sich nach dem Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping für eine Fortsetzung der amerikanischen Waffenlieferungen ausgesprochen. Taiwans stellvertretender Aussenminister Wu Chih-chung sagte, es sei «sehr wichtig und im Interesse der Länder auf der ganzen Welt», dass Taiwan in seiner derzeitigen Form fortbestehe. Er gehe davon aus, dass die USA ein geplantes Waffenpaket zur Verteidigungsfähigkeit Taiwans umsetzen würden.

Die USA unterhalten keine offiziellen diplomatischen Beziehungen mit der Republik China, so Taiwans offizieller Name, sondern mit der Volksrepublik China. Dennoch sind die Vereinigten Staaten wichtigster Verbündeter Taiwans und beliefern das Land zum Ärger Pekings immer wieder mit Waffen. Die Entscheidung über eine weitere geplante Lieferung im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar steht derzeit noch aus. Trump hatte nach seinem Peking-Besuch im Mai gesagt, dass er das Waffenpaket zunächst zurückhalten werde.
Bei seinem Staatsbesuch in den USA mahnte Chinas Präsident Xi Jinping die USA, an ihrer «richtigen Haltung gegen die «Unabhängigkeit Taiwans» festzuhalten» und «die Taiwan-Frage umsichtig zu behandeln». China zählt die unabhängig und demokratisch regierte Insel zu seinem Staatsgebiet und drohte mehrfach, diese auch mit Hilfe des Militärs an sich zu binden, sollte dies nicht auf friedlichem Wege gelingen.










