Medien: Oligarch soll Hochzeitsfeier von Trump Jr. mitfinanziert haben
Ein kremlnaher Oligarch soll die Hochzeit von Donald Trump Jr. mitfinanziert haben. Braut Bettina Trump spricht von einem «Hochzeitsgeschenk».

Das Wichtigste in Kürze
- Oligarch Umar Kremlew hat Teile der Hochzeit von Donald Trump Jr. mitfinanziert.
- Die Braut, Bettina Trump, sagt, es sei einfach ein Hochzeitsgeschenk gewesen.
- Kremlew ist Präsident des Boxverbands IBA und soll gute Kontakte zu Wladimir Putin unterhalten.
Ein russischer Oligarch soll einem Bericht zufolge die Hochzeitsfeier des Sohns von US-Präsident Donald Trump, Donald Trump Jr., mitfinanziert haben. Umar Kremlew habe Hunderttausende US-Dollar für die Party auf den Bahamas bezahlt, berichtete die investigative Medienplattform «ProPublica».
Allein die Anmietung einer Privatinsel soll rund 100’000 US-Dollar pro Nacht gekostet haben, das Feuerwerk dürfte mit etwa 70’000 US-Dollar zu Buche geschlagen haben.

«Freundschaft braucht keine politischen Motive. (...) Und manchmal ist ein Hochzeitsgeschenk einfach nur ein Hochzeitsgeschenk», schrieb Trumps Schwiegertochter Bettina Trump nach der Veröffentlichung des Berichts auf Instagram.
«Unser lieber Freund Umar hat uns grosszügigerweise zwei wundervolle Abende zum Feiern NACH unserer Hochzeit ausgerichtet». Es sei «ein aussergewöhnlich grosszügiges Hochzeitsgeschenk von einem Freund, für das wir ihm unglaublich dankbar waren und sind.»
Oligarch mit grösserer Gruppe bei der Feier «im engsten Familienkreis»
Kremlew ist Präsident des Boxverbands IBA und soll gute Kontakte zum russischen Präsidenten Wladimir Putin unterhalten. Laut «ProPublica» lernte er Trump Jr. erst kurz vor der Hochzeit im Mai kennen und nahm dennoch mit einer grösseren Gruppe anderer russischer Gäste an der Party teil, die Bettina Trump als eine Feier «im engsten Familienkreis» bezeichnete.
US-Präsident Trump wird immer wieder eine gewisse Nähe zu Moskau vorgeworfen. Die russische Regierung versuchte zudem bereits 2016, die Präsidentenwahl in den USA zugunsten von Trump zu beeinflussen, wie aus einem Bericht des Geheimdienstausschusses des Senats hervorgeht.














