Mann in Estland wegen Spionage für Russland verurteilt
Ein Gericht in Estland hat einen Mann mit doppelter Staatsbürgerschaft wegen Spionage für das benachbarte Russland zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt. Der 48-jährige, der sowohl einen estnischen als auch einen russischen Pass besitzt, wurde der Informationsweitergabe an den russischen Inlandsgeheimdienst FSB für schuldig befunden. Das Urteil kam estnischen Medienberichten zufolge nach einer sogenannten Verständigung zwischen dem Gericht und dem Angeklagten zustande, der als Wachmann im Wartebereich des Grenzübergangs Koidula im Süden des baltischen EU- und Nato-Landes tätig war.

Demnach soll der Doppelstaatler zwischen 2022 und 2025 Informationen über die Vorgänge am Kontrollpunkt und dessen Personal an einen von den Behörden identifizierten FSB-Offizier übermittelt haben. Und auch über die Grenzinfrastruktur und Aktivitäten im Grenzgebiet soll er seinen Kontaktmann informiert haben, mit dem er wissentlich und auf Basis einer schriftlichen Vereinbarung zusammengearbeitet habe. Zur Weitergabe der Informationen soll sich der nun Verurteilte nach Angaben der estnischen Sicherheitspolizei wiederholt persönlich mit dem russischen Agenten getroffen und mit ihm telefonisch und über WhatsApp kommuniziert haben.










