Macron singt in Armenien Aznavour-Chanson

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Armenien,

Frankreichs Präsident hat sich bei einem Besuch in Armenien als Sänger präsentiert – begleitet vom armenischen Premierminister Nikol Paschinjan am Schlagzeug.

Emmanuel Macron
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. - keystone

Bei einem Staatsbankett gaben sie das französische Chanson «La Bohème» von Charles Aznavour zum Besten, wie ein von einer französischen Journalistin verbreitetes Video zeigt. Auch Armeniens Präsident Wahagn Chatschaturjan stieg später in die Darbietung ein und klimperte neben einem Pianisten einhändig auf dem Flügel.

Das Staatsbankett in der Hauptstadt Eriwan fand nach einem Treffen mit fast 40 Staats- und Regierungschefs aus Europa statt. Die Kaukasusrepublik richtete am Montag ein Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft aus. Bei einem informellen Abendessen am Vorabend hatte Paschinjan die Spitzenpolitiker bereits mit einem Auftritt seiner Band überrascht – mit ihm am Schlagzeug.

Aznavour war einer der grössten französischen Chanson-Stars. Er kam 1924 in Paris als Sohn armenischer Einwanderer zur Welt und pflegte eine enge Beziehung zu dem Kaukasusland. In seiner mehr als 70-jährigen Karriere komponierte er über 1.300 Chansons und verkaufte mehr als 180 Millionen Platten weltweit. Aznavour starb 2018 im Alter von 94 Jahren.

Kommentare

User #2229 (nicht angemeldet)

Bei uns wurde früher im Musikunterricht u.a. folgender Kanon gesungen: "Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder, sondern nur 'nen Radio und 'nen Fernsehapparat." Der ursprüngliche Text wird dem Dichter Johann Gottfried Seume (1808) zugeordnet, der die längere Form verfasste: "Wo man singet, lass dich ruhig nieder, / Ohne Furcht, was man im Lande glaubt; / Wo man singet, wird kein Mensch beraubt; / Bösewichter haben keine Lieder". Musik und Gesang wirken verbindend, emöglichen ein friedliches Miteinander, werden meist mit positiven Emotionen verbunden. Gesang hat eine starke soziale und verbindende Kraft. In einer Welt voller Kriegen, Gewalt, Neid, Hass, sinnloser Zerstörung und Vernichtung, Verzweiflung, Hilfslosigkeit, Mutlosigkeit ist singen das einzige Mittel, um jene zu verbinden, die dabei nicht mitmachen, Widerstand zeigen wollen. Das praktizierten schon die verfolgten Juden im 2. WK. Deshalb ist die "Armenische Idee" der musikalischen Unterhaltung unter Staatenlenkern auch so unglaublich symphatisch und sinnvoll. Meine Hochachtung!

User #2477 (nicht angemeldet)

Unfassbar…. Was alles auf der Welt passiert, diese Kriegstreiber singen Chanson…..

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