Schweizer Armee

Libanesische Armee rückt in erste Pilotzone ein

Keystone-SDA
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Libanon,

Die libanesische Armee hat nach eigenen Angaben mit der Verlegung von Truppen in die Ortschaft Sautar al-Gharbija im Rahmen einer Sicherheitsvereinbarung mit Israel begonnen.

ARCHIV - Ein Soldat der libanesischen Armee steht an einem Kontrollpunkt im Dorf Frun im Südlibanon. Foto: Mohammed Zaatari/AP/dpa
ARCHIV - Ein Soldat der libanesischen Armee steht an einem Kontrollpunkt im Dorf Frun im Südlibanon. Foto: Mohammed Zaatari/AP/dpa - Keystone/AP/Mohammed Zaatari

Die Ortschaft ist eine von mehreren sogenannten Pilotzonen im Südlibanon. Hier soll ein Abzug der weiterhin im Libanon stationierten israelischen Truppen getestet werden.

In diesen Zonen sollen die libanesischen Streitkräfte die Kontrolle übernehmen und die Hisbollah entwaffnen, während sich die israelische Armee gleichzeitig schrittweise zurückzieht. Die Pilotzonen sollen zeigen, ob dieser Ablauf in der Praxis funktioniert, bevor das Vorgehen auf weitere Gebiete ausgeweitet wird.

Libanesische Anwohner in den als Pilotzonen ausgezeichneten Orten zweifelten die Absichten des Plans in ihren Dörfern an. Diese Gebiete seien nicht von Israel besetzt, sondern vielmehr dessen Beschuss ausgesetzt gewesen, sagten Bewohner einem Fotografen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vor Ort. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hiess es, die israelische Armee habe in Sautar al-Gharbija keine festen Stützpunkte unterhalten, sondern das Gebiet üblicherweise betreten und wieder verlassen.

Die libanesische Armee gab an, dass israelische Streitkräfte das Feuer während des Einsatzes eröffnet hätten und die Umsetzung daher erschwerten.

Rahmenvereinbarung ohne Hisbollah

Bei direkten Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon hatten sich die eigentlich verfeindeten Nachbarstaaten zuletzt auf eine Rahmenvereinbarung geeinigt. Darin wurde ausgemacht, dass die Hisbollah entwaffnet wird und die israelische Armee aus dem Südlibanon abziehen soll.

Im Rahmen direkter Gespräche zwischen Israel und dem Libanon hatten sich die eigentlich verfeindeten Nachbarstaaten zuletzt auf eine Rahmenvereinbarung geeinigt. Darin wurde ausgemacht, dass die Hisbollah entwaffnet werden und die israelische Armee aus dem Südlibanon abziehen soll.

Die Hisbollah lehnt die Vereinbarung allerdings ab. Sie war nicht an den Gesprächen beteiligt. Sie fordert zunächst einen kompletten israelischen Abzug.

Libanons Präsident Joseph Aoun ist derzeit in der US-Hauptstadt Washington. Dort trifft er heute den US-Präsidenten, Donald Trump.

Kommentare

User #9916 (nicht angemeldet)

Die libanesische Regierung agiert mit Israel gegen die eigene Bevölkerung, dass wird nicht gut kommen.

User #4391 (nicht angemeldet)

Und werden die radikalen Sieder von Israel entwaffnet? Wann zur Rechenschaft gezogen für ihre Morde und Vertreibungen? Wieso kauft man noch Produkte von dort?

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