Die G20-Staaten haben sich geeinigt: Die Wirtschafts-Grossmächte stimmen ehrgeizigeren Klima-Vorgaben zu.
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Pedro Sánchez (l-r), Ministerpräsident von Spanien, Narendra Modi, Premierminister von Indien, Scott Morrison (l), Premierminister von Australien, Angela Merkel (CDU), geschäftsführende Bundeskanzlerin, Mario Draghi, Premierminister von Italien, Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, und Boris Johnson, Premierminister von Grossbritannien, werfen Münzen in den Trevi-Brunnen während ihres Besuchs des berühmten Brunnens am Rande des G20-Gipfels. - Oliver Weiken/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Wirtschaftsmächte haben sich am G20-Gipfel auf ambitioniertere Klimaziele geeinigt.
  • Laut Delegationskreisen wollen sie den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad begrenzen.

Die Mitglieder der G20-Gruppe haben sich in schwierigen Verhandlungen auf ambitioniertere Klimaziele verständigt: In der für Sonntag geplanten Abschlusserklärung des G20-Gipfels in Rom wollen sich die stärksten Wirtschaftsnationen der Welt gemeinsam hinter das 1,5-Grad-Ziel stellen, wie gegenüber AFP aus Delegationskreisen verlautete.

Die Unterhändler der G20-Mitglieder hatten die ganze Nacht über verhandelt, um die Einigung zu erzielen.

Ziel geht über Pariser Abkommen hinaus

Die G20-Gruppe steht für fast 80 Prozent des weltweiten Ausstosses an Treibhausgasen. Die G20 setzt damit zum Auftakt der Weltklimakonferenz ein Signal: Ihre Zielsetzung geht über die im Klimaabkommen von Paris genannte Marke hinaus. Dort war vereinbart worden, die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen.

Unter dem 1,5-Grad-Ziel versteht man das Ziel, den menschengemachten globalen Temperaturanstieg durch den Treibhauseffekt auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Vor allem Schwellenländer und energieproduzierende Länder hatten sich in Rom zunächst gegen allzu strenge Vorgaben gestellt, weil sie dadurch wirtschaftliche Nachteile befürchteten.

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