Der konservative Bürgermeister von Cannes, David Lisnard, ist der neue Vorsitzende des einflussreichen Verbands der französischen Bürgermeister.
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Archivfoto von David Lisnard - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Präsident Macron will einflussreiches Gremium für sich gewinnen.

Lisnard setzte sich am Mittwoch gegen seinen Konkurrenten Philippe Laurent, den Bürgermeister von Sceaux, durch. Der Bürgermeisterverband mit seinen mehr als 34.000 Mitgliedern ist eine wichtige Stimme im französischen Präsidentschaftswahlkampf.

Präsident Emmanuel Macron wollte am Mittwochabend etwa 1000 Bürgermeister und Bürgermeisterinnen im Elysée-Palast empfangen. Er wird auch am Donnerstag die Abschlussrede auf dem Kongress halten und mit Blick auf die Präsidentschaftswahl versuchen, die Bürgermeister für seine Politik zu gewinnen.

Kurz nach seiner Wahl war Macron auf dem Bürgermeistertreffen ausgepfiffen worden, weil er die Wohnsteuer teilweise abgeschafft hatte. Die Wohnsteuer hatte bis dahin 36 Prozent der Einkünfte der Kommunen ausgemacht.

Lisnard, welcher der Partei der Republikaner angehört, tritt die Nachfolge seiens Parteikollegen François Baroin an. Lisnard hatte international von sich reden gemacht, als er 2016 das Tragen von «Burkinis» am Strand von Cannes verboten hatte. Die Ganzkörper-Badeanzüge werden vor allem von muslimischen Frauen getragen und waren bereits vor dem Verbot ein eher seltener Anblick an französischen Stränden.

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