König Charles trotzt Regierungskrise mit grosser Rede
König Charles hielt seine traditionelle Parlamentsrede – überschattet von einer tiefen Regierungskrise rund um Premier Keir Starmer.

König Charles III. hat am Mittwoch das britische Parlament feierlich eröffnet, wie das «SRF» berichtet. Der 77-jährige Monarch verlas dabei die Regierungserklärung inmitten einer ernsten politischen Krise.
Zu Beginn seiner King's Speech warnte Charles vor den Gefahren einer zunehmend unbeständigen Welt. «Meine Regierung wird dieser Welt mit Stärke begegnen und darauf hinarbeiten, ein Land zu schaffen, das für alle gerecht ist.»
Das Programm der Regierung umfasst laut «ZDFheute» eine Stärkung der Wirtschaftsbeziehungen zur EU sowie mehr Investitionen in den Verkehr. Ausserdem kündigte Charles Reformen im angeschlagenen Gesundheitssystem NHS und Massnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit an.
König Charles eröffnet Parlament mitten in Starmers Regierungskrise
Im Hintergrund bangte Premierminister Keir Starmer weiter um sein Amt, berichtet «news.at». Seit dem schweren Absturz der Labour-Partei bei den Kommunalwahlen sind vier Junior-Staatssekretäre aus Protest zurückgetreten.
Wie das «SRF» unter Berufung auf die «Times» meldet, droht Starmer womöglich eine parteiinterne Revolte. Gesundheitsminister Wes Streeting soll erwägen, den Premier als Parteichef herauszufordern.
Die politischen Spekulationen verunsicherten auch die Finanzmärkte. Die Kurse britischer Staatsanleihen gaben deutlich nach, die staatlichen Refinanzierungskosten stiegen leicht an.
Mögliche Nachfolger im Gespräch
Als mögliche Nachfolger Starmers werden nebst Streeting auch Manchesters Bürgermeister Andy Burnham und die frühere Vize-Premierministerin Angela Rayner gehandelt. Beide sehen sich laut «SRF» jedoch mit erheblichen Hürden konfrontiert.

Streeting traf sich noch vor der Parlamentseröffnung für weniger als 20 Minuten mit Starmer in der Downing Street. Zu den Inhalten des Gesprächs äusserte er sich nicht.
Mittlerweile fordern laut übereinstimmenden Medienberichten mindestens 80 Abgeordnete Starmers Rücktritt, wie «news.at» schreibt. Gleichzeitig erklärten rund 110 Labour-Parlamentarier öffentlich ihre Unterstützung für den Premier.
















