Ein früherer CDU-Kommunalpolitiker ist vom Landgericht Köln wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und illegalen Waffenbesitzes zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.
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Justitia - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • 74-Jähriger schoss 2019 auf Gruppe von Menschen vor seinem Haus.

Nach Auffassung der Kammer hatte der 74-jährige Hans-Josef B. im Jahr 2019 auf einen 20-Jährigen geschossen und ihn am Oberarm verletzt, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Damit fiel das Urteil etwas milder als die Forderung der Staatsanwaltschaft aus, die drei Jahre und neun Monate Haft beantragt hatte.

Der heute 74-Jährige soll im Dezember 2019 eine Gruppe von vier Menschen, die sich nachts vor seinem Grundstück aufhielten, zunächst beleidigt haben. Dann soll er sie mit einer Pistole eingeschüchtert und geschossen haben, als sie sich entfernten, wobei der 20-Jährige am Oberarm getroffen wurde. B. soll keine Erlaubnis für den Waffenbesitz gehabt haben und zum Tatzeitpunkt betrunken gewesen sein. Er wurde kurz nach der Tat festgenommen.

In Köln schlug der Fall hohe Wellen. Vor allem in den sozialen Netzwerken wurde diskutiert, ob die vorgeworfenen Beleidigungen möglicherweise rassistischer Art gewesen seien, weil das Opfer einen Migrationshintergrund hatte. Die linke Initiative «Tatort Porz» rief nach der Urteilsverkündung zum Protest auf.

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