Baden-Württemberg: CDU-Kandidat lehnt AfD-Angebot zu Bündnis ab
Der Spitzenkandidat der christdemokratischen CDU bei der Landtagswahl im südwestdeutschen Bundesland Baden-Württemberg, Manuel Hagel, hat ausgeschlossen, sich mit Hilfe der rechtspopulistischen AfD zum Regierungschef küren zu lassen.

«Für mich ist kein Amt der Welt so wichtig, dass ich mich mit Stimmen der AfD dort hineinwählen lasse», sagte der CDU-Landeschef am Wahlabend im Südwestrundfunk (SWR). «Es kommt für mich nicht infrage, dass ich mit Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten gewählt werden würde, auch wenn's die rechnerische Möglichkeit gibt.»
Nach Hochrechnungen von ARD und ZDF könnte neben einem Bündnis aus Grünen und CDU auch eines von CDU und AfD eine Mehrheit im Landtag, dem Parlament des Bundeslandes, haben. Den Hochrechnungen zufolge kommen die seit 2011 in der Landeshauptstadt Stuttgart regierenden Grünen auf 31,6 bis 31,8 Prozent. Die CDU – seit 2016 Koalitionspartnerin der Grünen – liegt mit 29,6 bis 30,2 Prozent knapp dahinter.
Die AfD erhält 17,7 bis 18,1 Prozent und verdoppelt nahezu ihr Ergebnis von der vorherigen Landtagswahl vor fünf Jahren. Auch bei der Bundestagswahl im Februar 2025 hatten die Rechtspopulisten ihr vorheriges Ergebnis verdoppelt – auf 20,6 Prozent. Im Bundestag in Berlin stellen sie die zweitstärkste Fraktion.
AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier sagte im SWR, eigentlich gebe es in Baden-Württemberg eine bürgerlich-konservative Mehrheit. «Herr Hagel, das Angebot steht: Die AfD ist eine bürgerlich-konservative Partei. Vielleicht schaffen wir's ja auch irgendwann mal auf 'nen Espresso.»














