Premierminister von England, Boris Johnson, hat Sorgen vor der kommenden Klimakonferenz am 31. Oktober. Er befürchtet, dass die Vorhaben nicht ausreichen.
Boris Johnson
Trotz wachsenden Sorgen ist der britische Premierminister Boris Johnson in die Ferien gefahren. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Boris Johnson macht sich Sorgen für einen Misserfolg des Gipfels am 31. Oktober.
  • Er kritisiert, dass die Vorhaben der Länder nicht ausreichen für die Klimapolitik.

Wenige Tage vor Beginn der UN-Klimakonferenz COP26 hat Gastgeber Boris Johnson vor einem Misserfolg des Treffens gewarnt.

«Ich bin sehr besorgt, weil es schiefgehen könnte und wir nicht die Vereinbarungen zustande bekommen, die wir brauchen». So sagte es der britische Premierminister am Montag in einer Fragerunde mit Schulkindern aus aller Welt.

«Es steht auf Messers Schneide, es ist sehr, sehr schwierig, aber ich denke, es kann gelingen.»

Die Vorhaben der Länder reichen nicht aus

Die COP beginnt am kommenden Sonntag im schottischen Glasgow. Dabei soll besprochen werden, wie die Erderwärmung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen. Dabei soll auch das 2015 in Paris formulierte Ziel erreicht werden.

Dazu sollten alle Länder Aktionspläne auflegen. Allerdings fehlen von zahlreichen Staaten noch die Vorhaben oder sie gehen nicht weit genug.

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Globale Erwärmung: Der Meeresspiegel könnte bis zum Ende des Jahrhunderts um einen Meter steigen. - Keystone

Menschen müssen mehr tun, um Plastik zu vermeiden

«Dieser Gipfel wird sehr, sehr hart», sagte Johnson. Er hoffe auf den Gruppendruck beim Treffen in Glasgow. Mit Chinas Staatschef Xi Jinping und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin werden aber mindestens zwei wichtige Politiker in Schottland fehlen. «Es ist alles andere als klar, dass wir den benötigten Fortschritt erzielen», sagte Johnson.

Er kritisierte, dass rund ein Dutzend Konzerne für den Grossteil des weltweiten Plastikmülls verantwortlich sei. Es müssten andere Wege für Verpackung gefunden werden, forderte der Premier. Ausserdem müssten alle Menschen mehr tun, um Plastik zu vermeiden.

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