Israelische Bodeneinsätze im Libanon dauern an
Bei ihren Bodeneinsätzen im Südlibanon hat die israelische Armee nach eigenen Angaben mit Unterstützung aus der Luft mehrere Mitglieder der Hisbollah getötet. Wie Israels Militär weiter mitteilte, wurden seit dem Beginn «gezielter Bodeneinsätze» vor rund einer Woche auch Stellungen der Miliz zerstört und Waffen sichergestellt.

Aus libanesischen Sicherheitskreisen hiess es, es gebe derzeit heftige Kämpfe zwischen der Hisbollah und israelischen Soldaten in der Stadt Chiam. Diese hätten sich inzwischen in den Norden der Stadt verlagert, da Israels Armee immer weiter vordringe. Insgesamt sei das Militär aus dem südlichen Nachbarland bereits sieben Kilometer tief im Libanon vorgerückt.
Die Hisbollah-Miliz feuerte indes erneut Raketen und Drohnen Richtung Israel.
Deutschland und andere Länder warnen derweil vor einer grösseren Bodenoffensive im Libanon, die auch viele Einwohner dort fürchten. Der französische Aussenminister Jean-Noël Barrot betonte bei einem Besuch in Israel Frankreichs Vorbehalte dagegen. Israels Aussenminister Gideon Saar sagte nach einem gemeinsamen Treffen, die libanesische Regierung und das Militär des Nachbarlandes unternähmen nicht genug gegen die Hisbollah.
Israels Armee hatte am Montag mitgeteilt, dass sie in den vergangenen Tagen «begrenzte und gezielte Bodeneinsätze» im Süden des Nachbarlandes begonnen habe. Anfang März hatte die Hisbollah in den Iran-Krieg an der Seite Teherans eingegriffen und erstmals seit Beginn einer Waffenruhe im November 2024 Israel wieder mit Raketen angegriffen. Vor der Waffenruhe hatte es einen einjährigen Krieg gegeben.
Die vom Iran unterstützte Miliz sollte eigentlich gemäss einer Waffenruhevereinbarung entwaffnet werden. Dies ist bislang nicht geschehen.










