In Israel wird am Dienstag ein weiteres Mal ein neues Parlament gewählt. Die Ausgangslage deutet vor den aktuellen aber bereits die nächsten Neuwahlen an.
Wahlplakat Netanjahus
Wahlplakat Netanjahus - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Ministerpräsident Netanjahu ist trotz der erfolgreichen Impfkampagne nicht unumstritten.
  • Seine Partei Likud wird wohl am meisten gewählt werden, die Mehrheit aber klar verpassen.

Zum vierten Mal innerhalb von zwei Jahren wählen Israels Bürger am Dienstag ein neues Parlament. Meinungsumfragen zufolge dürfte die nationalkonservative Likud-Partei stärkste Kraft im Parlament bleiben, die Mehrheit von 61 Sitzen jedoch deutlich verfehlen. Damit dürften sie Probleme haben, eine komfortable Koalition zu bilden.

Nach zwölf Jahren an der Macht hofft Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf einen weiteren Wahlsieg. Im Wahlkampf setzte der 71-Jährige vor allem auf die erfolgreiche Impfkampagne. Viele Wähler nehmen ihm jedoch seine Korruptionsverfahren übel und sehnen sich nach einem Wechsel. Experten sehen die Wahlen deshalb in erster Linie als Referendum über Netanjahu.

Bilden einer Koalition als Herausforderung

Laut Meinungsumfragen dürfte seine nationalkonservative Likud-Partei stärkste Kraft im Parlament bleiben. Allerdings droht ein knappes Ergebnis, dass eine Koalition schwierig macht. Doch auch bei seinem stärksten Herausforderer Jair Lapid von der liberalen Partei Jesch Atid würden sich ähnliche Probleme anbahnen. Ihm dürfte es kaum gelingen, das heterogene Lager in ein stabiles Bündnis zu führen.

Angesichts dessen, könnten dem Land schon bald wieder Neuwahlen drohen.

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