Iran warnt vor Minen in Strasse von Hormus
Die Marine der iranischen Revolutionsgarden hat vor Seeminen in der Strasse von Hormus gewarnt. Die Streitkräfte publizierten am späten Mittwochabend (Ortszeit) eine Karte, auf der eine Gefahrenzone in den gewöhnlichen Schifffahrtswegen der Meerenge verzeichnet ist. In Anbetracht der Kriegssituation im Persischen Golf werde allen Schiffen dazu geraten, eine Alternativroute weiter nördlich zu nutzen. Damit soll der «mögliche Zusammenstoss mit Seeminen» vermieden werden.

Die neue, von den Revolutionsgarden empfohlene Route verläuft entlang der Insel Larak unweit der Südküste des Irans. Die Strasse von Hormus gilt als eine der wichtigsten Routen der Seefahrt weltweit, vor allem für den Transport von Öl und Gas aus den Golfstaaten. Nach Angaben der Internationalen Energie-Agentur (IEA) wurde 2023 nahezu 30 Prozent des weltweit verschifften Öls über die Strasse von Hormus transportiert.
Seit Kriegsbeginn hat Irans Marine die 55 Kilometer breite Meerenge durch Drohungen und Beschuss von Tankern und Frachtschiffen faktisch blockiert, was die Preise für Energie in die Höhe trieb. US-Präsident Donald Trump hatte die Öffnung der Strasse zu einer Bedingung für eine zweiwöchige Waffenruhe gemacht. Berichten zufolge verlangt der Iran von Reedereien eine Maut, um den Korridor nahe der iranischen Küste zu nutzen. Seit Beginn der Waffenruhe in der Nacht zum Mittwoch haben Medienberichten und Datenanalysten zufolge nur vereinzelt Schiffe die Meerenge passiert.










