Iran kontrolliert Strasse von Hormus offenbar mit Mautstellen

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Iran,

    Die iranischen Revolutionsgarden sollen in der Strasse von Hormus ein «Mautstellen»-System zur Kontrolle der Schifffahrt eingerichtet haben.

    hormus iran krieg
    Der Iran-Krieg könnte den Welthandel lahmlegen: Teheran droht, eine zweite Meerenge zu sperren. - keystone

    Die iranischen Revolutionsgarden haben an der Strasse von Hormus ein Kontrollsystem errichtet. Der «Tagesspiegel» berichtet über die Einführung eines Mautstellen-Systems für Schiffe.

    Schiffe müssen vollständige Unterlagen zum Schiff einreichen. Dazu zählen Kennungsnummern, Besatzungslisten und Ladungsverzeichnisse.

    Droht im Iran-Krieg eine noch grössere Eskalation?

    Nach erfolgter Prüfung durch die Revolutionsgarden wird ein Freigabecode erteilt. Diese Codes werden später per Funk überprüft und bestätigt.

    Iran: Strasse von Hormus bleibe grundsätzlich offen

    Schiffe müssen zwingend einen kontrollierten Korridor um die Insel Larak nutzen. Eine Begleitung durch iranische Militärbehörden ist für jede Passage obligatorisch, berichtet der «Tagesspiegel».

    Seit dem 13. März sind mindestens 26 Schiffe nachweislich diese neue Route gefahren. Nach dem 15. März wurden keine Durchfahrten auf alten Routen mehr registriert.

    Aussenminister Abbas Araghtschi erklärte am Montag, die Strasse von Hormus bleibe grundsätzlich offen. Ausgenommen seien jedoch Schiffe der «Aggressoren» USA und Israel sowie ihrer Unterstützer, schreibt die «Jüdische Allgemeine».

    Millionengebühren treffen einzelne Reedereien hart

    Mindestens zwei Schiffe zahlten laut dem «Tagesspiegel» direkte Gebühren als «Maut». Die Zahlungen erfolgten ausschliesslich in chinesischem Yuan, nicht in Dollar oder Euro.

    Die Höhe beläuft sich auf bis zu zwei Millionen Dollar pro einzelne Durchfahrt, berichtet die «Wirtschaftswoche». Indes zahlen nicht alle Schiffe diese hohen Gebühren für ihre Passage.

    Nach erfolgreicher Prüfung wird dem Schiff ein Freigabecode für Funküberprüng erteilt. Anschliessend entsenden die iranischen Behörden ein Lotsenboot zur Begleitung.

    Deutsche Reeder lehnen iranisches System ab

    Der Verband Deutscher Reeder kritisiert dieses Kontrollsystem fundamental und deutlich ab. Wie die «Wirtschaftswoche» meldet, trägt Sprecher Carsten Duif diese Kritik öffentlich vor.

    straße von hormus iran
    Der Iran fordert die alleinige Kontrolle über die Schifffahrt in der Strasse von Hormus. - Google Earth

    Die Bedingungen seien unklar, intransparent und wirtschaftlich nicht kalkulierbar. Der Begriff «nichtfeindliche Schiffe» werde nicht präzise genug von Teheran definiert.

    Deutschland als NATO-Mitglied könnte als «feindselig» von Teheran eingestuft werden. Duif betont dabei die kritischen US-Militärstützpunkte auf deutschem Bundesgebiet.

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    Kommentare

    User #6479 (nicht angemeldet)

    Da kann man nichts mehr sagen

    User #6479 (nicht angemeldet)

    Interne Angelegenheit dass ich nicht lache

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