Iran-Krieg – Washington erklärt Luftangriffe für beendet
Im Iran-Krieg eskaliert der Kampf um die Strasse von Hormus – die USA erklären ihre Angriffe für beendet, Teheran trifft Katar und Kuwait.

Das US-Militär hat in der Nacht auf Freitag erneut Ziele im Iran bombardiert und die Angriffe anschliessend für beendet erklärt.
Wie das «Handelsblatt» berichtet, erklärte das zuständige Regionalkommando Centcom, man habe Küstenüberwachungs- und Luftabwehrstellungen sowie militärische Logistikinfrastruktur getroffen.
Es war die sechste Nacht in Folge mit US-Angriffen auf die Islamische Republik. Im Zentrum des Iran-Kriegs steht der Streit um die Kontrolle über die Strasse von Hormus.
Brücken und Flughafen im Süden getroffen
Besonders ins Visier gerieten dabei Brücken in der Provinz Hormusgan, wie das «Handelsblatt» meldet. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna wurden bei den Angriffen auf Brücken in der Hafenstadt Bandar Chamir sieben Menschen getötet.
Laut «T-Online» wurden ausserdem mindestens neun weitere Menschen verletzt. Irans UN-Botschafter bezeichnete die US-Angriffe auf zivile Infrastruktur als Kriegsverbrechen.
Das US-Militär hält dagegen: Es habe Dutzende militärische Ziele mit Präzisionsmunition getroffen, darunter Flugabwehrsysteme und Radaranlagen. Mit den Angriffen auf Brücken sollten zudem Nachschubwege zu einem iranischen Marinestützpunkt unterbrochen werden.
Golfstaaten erneut unter Beschuss
Als Reaktion auf die US-Angriffe attackierte der Iran erneut die Golfstaaten. Die Luftabwehr Katars wehrte einen iranischen Raketenangriff ab, wie das «Handelsblatt» berichtet.
Dabei wurde ein Kind durch herabfallende Trümmerteile verletzt.
Auch Kuwait und Bahrain gerieten unter Beschuss, wie «SRF» meldet. Gemäss iranischen Gesundheitsbehörden wurden seit der jüngsten Eskalationsphase des Iran-Kriegs mehr als 260 Menschen durch US-Angriffe verletzt.
Iran-Krieg: Verhandlungen stocken weiter
US-Präsident Donald Trump behauptete in einer Rede an seine Nation, man erziele im Iran «grosse Erfolge». Und man werde «die Früchte dieser Arbeit schon sehr, sehr bald sehen», wie «T-Online» zitiert.

Gleichzeitig drohte er mit der Zerstörung aller Kraftwerke und Brücken, falls Teheran nicht an den Verhandlungstisch komme. US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt erklärte, der Iran stehe «nach wie vor in engem Austausch mit den Vereinigten Staaten von Amerika».
Teheran pocht weiterhin auf die Kontrolle über die Strasse von Hormus. Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf bekräftigte diese Position erneut.
















