Iran im Visier von Trump – Bomben und Lob zugleich
Fünf Nächte in Folge greifen die USA Iran an. Trump droht mit mehr – und lobt den Gegner gleichzeitig für eine Geste des guten Willens.

Das US-Militär hat am Mittwoch gleich zwei Angriffswellen gegen Iran gestartet.
Die zweite begann um 21 Uhr und dauerte bis etwa 3 Uhr morgens, wie der «Spiegel» berichtet.
Ziel der Angriffe sei es, Irans Fähigkeit zu schwächen, Handelsschiffe in der Strasse von Hormus zu bedrohen. Das zuständige Regionalkommando Centcom bestätigte die Einsätze auf X.
Iran: Explosionen in mehreren Städten
Iranische Staatsmedien meldeten Explosionen in der Hafenstadt Tschabahar sowie in Rask, Bandar-e Abbas und Ahvas. Laut dem «Tagesspiegel» griff das US-Militär zudem mit Präzisionsmunition Küstenabwehrsysteme auf der Insel Grosse Tunb an.
Bei den jüngsten Angriffen kamen nach iranischen Regierungsangaben mindestens 30 Zivilisten ums Leben. Mehr als 260 Menschen wurden seit Beginn der aktuellen Angriffsserie verletzt, wie das «SRF» berichtet.
Kurz nach Beginn der neuen Angriffe heulten in den Golfstaaten Kuwait und Bahrain wieder Sirenen, meldet der «Spiegel». Die kuwaitischen Streitkräfte fingen nach eigenen Angaben vier Marschflugkörper und 21 Drohnen ab.
Seeblockade und Tankerangriff
Seit Dienstag blockieren die US-Streitkräfte erneut iranische Häfen.
Zudem griff das US-Militär laut dem «Spiegel» einen unbeladenen Öltanker an, der einen iranischen Hafen ansteuern wollte.
Der Tanker fuhr unter der Flagge Curaçaos und war in Richtung der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Charg unterwegs. Das US-Militär schoss den Schornstein mit Raketen ab und machte das Schiff manövrierunfähig.
Optionen für Ausweitung des Krieges
Laut dem «Spiegel» tendiert Trump zu einer Ausweitung des militärischen Vorgehens, ohne aber eine endgültige Entscheidung getroffen zu haben.
Zu den diskutierten Optionen gehöre auch ein Angriff auf die als «Pickaxe Mountain» bekannte Anlage nahe der Nuklearanlage Natans.
Trump hatte Iran erneut mit Angriffen auf zivile Infrastruktur gedroht. Auf die Frage, ob er ein Ultimatum setze, antwortete er: «Ich mag es nicht, Fristen zu setzen.»
Freilassung und ein Lob für Teheran
Inmitten der Eskalation fand Trump auch versöhnliche Worte für den Kriegsgegner. Iran habe eine seit Ende 2024 inhaftierte US-Bürgerin freigelassen, teilte Trump auf Truth Social mit.

«Die Vereinigten Staaten von Amerika wissen diese Geste des guten Willens seitens Irans zu schätzen!», schrieb er. Das «ZDF» berichtet, die Freilassung erfolgte inmitten der anhaltenden militärischen Eskalation.
UN-Generalsekretär António Guterres zeigte sich laut dem «Spiegel» zutiefst besorgt über die Lage. Er rief alle Beteiligten auf, sofort Schritte zur Deeskalation zu unternehmen und zu Dialog sowie Diplomatie zurückzukehren.












