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Iran-Krieg: USA erlauben zeitweise Kauf von russischem Öl

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USA,

Die US-Regierung will dem aufgrund des Iran-Kriegs stark gestiegenen Ölpreis entgegenwirken: Um das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern, dürfen Länder zeitweise russisches Öl kaufen, das sich bereits auf Schiffen befindet.

ARCHIV - Scott Bessent, US-Finanzminister, hält eine Rede im Haus der USA während der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF). Foto: Markus Schreiber/AP/dpa
ARCHIV - Scott Bessent, US-Finanzminister, hält eine Rede im Haus der USA während der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF). Foto: Markus Schreiber/AP/dpa - Keystone/AP/Markus Schreiber

Das erklärte Finanzminister Scott Bessent auf der Plattform X. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten.

Russland, das seit mehr als vier Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, dürfte damit zumindest kurzfristig seine Einnahmen aus dem Rohöl-Verkauf steigern können. Bessent argumentierte jedoch, Russland werde von dieser «eng gefassten» Ausnahme nicht in bedeutender Weise finanziell profitieren.

Es gibt seit Jahren Sanktionen der USA, die den russischen Ölsektor betreffen. Auch deswegen ist Moskau für den Export auf hoher See häufig auf sanktionierte Schiffe angewiesen, die zur sogenannten Schattenflotte gehören. Länder und Unternehmen, die mit ihnen Geschäfte machen, könnten im Normalfall selbst Gefahr laufen, Ziel von Sanktionen zu werden.

Die globalen Energiemärkte sind infolge des Iran-Kriegs sehr volatil, die Preise für Öl und Gas sind seit Kriegsbeginn vor knapp zwei Wochen zuletzt stark angestiegen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Strasse von Hormus – einer Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, durch die normalerweise ein bedeutender Teil des globalen Ölhandels verläuft. Der Schiffsverkehr dort ist nahezu zum Erliegen gekommen.

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Kommentare

User #3037 (nicht angemeldet)

Das ist ganz lieb von den USA - selber kaufen sie russisches Öl und Uran in Mengen! Verkaufen es uns dann teuer mit viel Gewinnn und wir spielen mit? Wir bojkotieren unser langjähriger treuer und günstigen Lieferant Russland wegen den USA, welche tun was sie wollen und keine Sanktionen einhalten und weiter fröhlich Handel betreiben auf unsere Kosten?

User #4138 (nicht angemeldet)

Da zeigt sich wieder die Egoistische Politik von Trump.

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