Kriegszonen: «Es gibt nur noch zwei Korridore zum Fliegen»

Etienne Sticher
Etienne Sticher

Kloten,

Für Flüge nach Asien bleiben der Swiss wegen der Kriege im Nahen Osten und der Ukraine noch zwei Korridore. Viel Spielraum gibt es nicht mehr.

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Der Leiter des Operational Control Centers der Swiss erklärt die Auswirkungen der Kriege auf die Flugrouten. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten schränken die Swiss ein.
  • Auf dem Weg nach Asien gebe es nur noch zwei Korridore.
  • Laut dem Leiter des Operations Control Centers gibt es nicht mehr viel Spielraum.

Noch bis Ende März setzt die Swiss ihre Flüge nach Dubai aus. In Richtung Asien fliegt die Airline noch. Doch der Spielraum wird wegen der Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine eng. Dies sagt Mark Ansems, Leiter des Operations Control Center der Swiss, gegenüber SRF.

Denn im Moment gebe es nur noch zwei Korridore zum Fliegen. «Der eine führt durch den saudischen Luftraum südlich von Irak/Iran. Und der andere führt im Norden über die Osttürkei, Aserbaidschan und Afghanistan.»

Doch dort sei man eingekesselt: Im Süden befinde sich die Kriegszone und im Norden der russische Luftraum, den die Swiss wegen des Ukraine-Krieges nicht benutze. «Es wird sehr eng. Viel Spielraum gibt es nicht mehr, bis eine stabile Operation Richtung Asien nicht mehr möglich ist.»

Das Operations Control Center überwacht den Flugverkehr der Swiss und steuert die täglich rund 400 Flüge. Bei unerwarteten Ereignissen, beispielsweise gesperrten Lufträumen, Streiks oder Wetterkapriolen, greifen Ansems und sein Team ein.

Die letzte Woche sei wegen des Kriegsausbruches «sehr hektisch» gewesen, erzählt der Leiter. Zuerst habe sein Team versucht, sich ein Lagebild zu verschaffen. Zum Zeitpunkt des Kriegsausbruchs sei kein Flug betroffen gewesen. Als aber Dubai in den Krieg hineingezogen worden sei, habe die Swiss noch Besatzung vor Ort gehabt.

«Da war der wichtigste Punkt, wie wir unsere Leute und Passagiere in der Gegend in Sicherheit bringen», erzählt Ansems. «Dafür braucht es sehr schnell Lösungen, Ideen und einen Plan, wie wir weiter vorgehen.»

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Im Normalfall sammelt das Operations Control Center viele Informationen. Wenn es zum Schluss kommt, dass ein sicherer Flugbetrieb nicht gewährleistet werden kann, greift es ein, erklärt Ansems. Das könne dazu führen, dass man die Anweisung gebe, einen Flug abzubrechen und nach Zürich zurückzukehren. Sei dies nicht möglich, solle auf einem anderen Flughafen gelandet werden.

Mit den Piloten ist das Operations Control Center über eine Art Telex-System in Kontakt. So könnten Nachrichten hin- und hergeschickt werden, sagt Ansems. Langstreckenflieger hätten zudem ein Satellitentelefon, sodass Anrufe möglich sind.

Kommentare

User #2317 (nicht angemeldet)

Im Juni sind es 12 Jahre her, seit ich zuletzt mit dem Flieger in die Ferien reiste. Die letzten Jahre löste ich im sommer ein monats GV und lernte unsere noch schöne Schweiz viel besser kennen.

User #2076 (nicht angemeldet)

Aufhören mit der Luxus Fliegerei! Zerstört das Klima!

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