Französischer Soldat bei Drohnenangriff im Irak getötet

Etienne Sticher
Etienne Sticher, Keystone-SDA

Iran,

Vor bald drei Wochen griffen die USA und Israel den Iran an, der grossflächig zurückschlug. Die für den Öl-Handel wichtige Strasse von Hormus ist blockiert.

Donald Trump
Vor fast zwei Wochen griffen die USA zusammen mit Israel den Iran an. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die USA und Israel greifen weiterhin Ziele im Iran und Libanon an.
  • Der Iran schlägt zurück und bombardiert auch die Golfstaaten.
  • Wegen der Eskalation im Nahen Osten sind die Benzin-Preise stark angestiegen.

Seit mehr als einer Woche eskaliert die Lage im Nahen Osten: Nach Angriffen Israels und der USA schlägt der Iran zurück, indem er Golfstaaten attackiert, was auch Touristen betrifft. Zudem blockiert Teheran die Strasse von Hormus, wodurch die Ölpreise stark anstiegen.

Bei den Angriffen wurde Ali Khamenei, der Oberste Führer des Irans, getötet. Sein Sohn Mojtaba wurde zum Nachfolger ernannt. Doch auch er soll verletzt worden sein.

Donald Trump hat bereits mehrfach von einem baldigen Kriegsende gesprochen. Die Ziele und der langfristige Plan der USA im Nahen Osten sind nicht klar.

Im Ticker von Nau.ch verpasst du keine neue Entwicklung:

Französischer Soldat im Irak getötet

03.10: Bei einem Angriff auf im Irak stationierte französische Truppen ist ein Soldat getötet worden. Weitere Militärangehörige wurden bei dem Angriff in der nördlichen Region Erbil verletzt, wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mitteilte.

Nach vorigen Angaben des Verteidigungsministeriums handelte es sich um einen Drohnenangriff, bei dem sechs französische Soldaten verletzt wurden. Diese seien an Ausbildungsmassnahmen zur Terrorismusbekämpfung mit irakischen Partnern beteiligt gewesen. Die Verletzten seien sofort in das nächstgelegene medizinische Zentrum gebracht worden, hiess es.

frankreich
Ein französischer Soldat wurde bei einem Drohnenangriff im irakischen Erbil getötet. (Symbolbild) - keystone

Nach Angaben des Gouverneurs von Erbil waren an dem Angriff zwei Drohnen beteiligt, schrieb die Zeitung «Le Parisien». Der Angriff erfolgte demnach auf einem Stützpunkt etwa 40 Kilometer südwestlich von Erbil, der Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan im Irak. Wer hinter dem Angriff steckte, blieb zunächst unklar.

Keine Aussicht auf Entspannung: Ölpreise klettern weiter

03.00: Drohungen aus dem Iran, kein verlässlicher Schutz, Angriffe auf den Ölsektor: Knapp zwei Wochen nach Beginn des Kriegs im Iran zeichnet sich an Ölmärkten keine Entspannung ab. Erneute Drohungen aus dem Iran befeuerten die Sorgen vor einer längeren Blockade der Strasse von Hormus – und die Freigabe von Ölreserven der Internationalen Energieagentur (IEA) verpuffte an den Märkten.

Die Ölpreise notierten am Freitag kurz nach Mitternacht erneut höher: Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Mai kostete knapp 102 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vortag. Seit Beginn des Kriegs bewegen sich die Preise auf dem höchsten Niveau seit fast vier Jahren.

USA können Öltanker noch nicht eskortieren

Für US-Präsident Donald Trump sind die gestiegenen Ölpreise ein wunder Punkt, denn steigende Benzinpreise kann der Republikaner auch mit Blick auf die wichtigen Zwischenwahlen im November gar nicht gebrauchen. Wiederholt drohte Trump deshalb dem Iran, falls Teheran passierende Schiffe angreifen oder die Meerenge verminen sollte.

Zudem bot Trump Reedern an, sie zu versichern und zur Not von der Marine eskortieren zu lassen. Doch das sei derzeit gar nicht möglich, wie US-Energieminister Chris Wright einräumte. «Wir sind einfach noch nicht bereit», sagte er. Möglich sei das mit einigen Schiffen vielleicht Ende des Monats.

Weiterlesen

13 Interaktionen
Paris
Khamenei
16 Interaktionen
Machtwechsel
11 Interaktionen
Teheran

MEHR IN POLITIK

Ursula Zybach Reto Nause
«Sehr unbefriedigend»
fbi
FBI ermittelt
tankflugzeug
4 Interaktionen
Im Westen des Iraks

MEHR AUS IRAN

17 Interaktionen
Teheran
3 Interaktionen
Teheran
x
223 Interaktionen
Trotz Trump-Telefonat