Trump sieht Deal nahe – und droht gleichzeitig
Trump gibt sich optimistisch beim Iran-Krieg – doch Teheran widerspricht, und neue Angriffe trüben die Lage.

US-Präsident Donald Trump zeigt sich überzeugt, dass eine Einigung im Iran-Krieg in greifbarer Nähe ist. Gleichzeitig erneuerte er seine Drohung: «In Grund und Boden zu bombardieren», sollte kein Abkommen zustande kommen, wie der «Tagesspiegel» berichtet.
Teheran wies die optimistischen Signale aus Washington als übertrieben zurück. Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghai erklärte laut dem «Handelsblatt», ein US-Verhandlungsvorschlag werde derzeit geprüft.
Laut dem «Tagesspiegel» meldete CNN, der Iran werde den pakistanischen Vermittlern noch am heutigen Tag seine Antwort übermitteln. Pakistan hat sich im Konflikt als zentraler Vermittler zwischen Washington und Teheran etabliert.
14-Punkte-Papier als Grundlage
Das Weisse Haus wartet auf eine iranische Reaktion zu einer einseitigen Absichtserklärung mit 14 Punkten. Diskutiert werden dabei laut dem «Handelsblatt» eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Regelungen zur Strasse von Hormus.
Bei einem erfolgreichen Abschluss ist eine 30-tägige Verhandlungsphase vorgesehen, um den seit Februar 2026 andauernden Krieg schrittweise zu beenden. Zudem soll eine Grundlage für Atomverhandlungen geschaffen werden, so das «Handelsblatt».
Trump sagte im Weissen Haus, der Iran habe zugesichert, keine Atomwaffen anzustreben. «Iran darf keine Atomwaffe haben (…) und sie haben dem zugestimmt», so Trump, was Iran bislang nicht bestätigt hat.
Iran-Verhandlungsführer spottet über Trump
Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf reagierte auf Trumps Optimismus mit Spott, wie der «Tagesspiegel» berichtet. Auf X schrieb er, die Operation Vertrauen sei gescheitert – nun gehe es wieder um den Modus der Täuschung.
Unterdessen beschoss das US-Militär einen unter iranischer Flagge fahrenden, unbeladenen Öltanker und setzte ihn ausser Gefecht.
Das US-Zentralkommando Centcom erklärte laut dem «Handelsblatt», das Schiff habe wiederholte Warnungen ignoriert und die US-Seeblockade verletzt.
Israels Angriff in Beirut trübt die Lage
Erstmals seit Beginn einer Waffenruhe mit der Hisbollah griff Israels Luftwaffe wieder in einem Vorort von Beirut an. Laut dem «ZDF heute» wurde dabei der Radwan-Kommandeur Malek Ballut getötet, was Hisbollah-Kreise gegenüber der Nachrichtenagentur AFP bestätigten.

Ob dieser Angriff die Iran-Verhandlungen gefährdet, blieb zunächst offen. Der Iran gilt als wichtigster Unterstützer der Hisbollah – die Konflikte sind eng miteinander verknüpft, wie das «ZDF heute» festhält.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betonte unterdessen, oberstes Ziel bleibe die vollständige Entfernung des hoch angereicherten Urans aus dem Iran. Die Führung in Teheran besteht seit Jahren darauf, das Atomprogramm diene ausschliesslich zivilen Zwecken, so das «Handelsblatt».
















