Kosten für Trumps Ballsaal verdoppeln sich
Statt 200 Millionen soll Trumps Ballsaal beim Weissen Haus nun fast 400 Millionen Dollar kosten – der Präsident verteidigt den Preisanstieg.

Die Kosten für Trumps Ballsaal beim Weissen Haus haben sich deutlich erhöht, wie das «SRF» berichtet. Statt der ursprünglichen 200 Millionen Dollar sollen es nun etwas unter 400 Millionen Dollar (etwa 311,6 Millionen Franken) sein.
Trump begründete den Preisanstieg damit, dass der Ballsaal nun doppelt so gross werde und von höherer Qualität sei. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, der ursprüngliche Vorschlag hätte für geplante Veranstaltungen und künftige Amtseinführungen nicht ausgereicht.
Trotz der Verdoppelung der Kosten betont Trump laut dem «SRF», das Projekt werde vorzeitig und unterhalb des Budgets abgeschlossen. Zudem bestand er darauf, dass private Spenden den Bau vollständig finanzieren.
Juristischer Kampf um Trumps Ballsaal
Ende März hatte ein Bundesrichter in Washington den Bau von Trumps Ballsaal vorübergehend gestoppt, wie das «ZDF heute» berichtet. Richter Richard Leon urteilte, dass ein Präsident nicht Eigentümer des Weissen Hauses sei und die Zustimmung des Kongresses fehle.
Die US-Regierung legte umgehend Berufung ein, und ein Berufungsgericht erlaubte die Fortsetzung der Bauarbeiten bis auf Weiteres. Carol Quillen, Präsidentin des National Trust for Historic Preservation, bezeichnete den Baustopp als Sieg für das amerikanische Volk.
Denkmalschützer kritisieren dabei laut dem «ORF», dass Trump vor Baubeginn weder das Parlament noch zuständige Bundesbehörden einbezogen hatte. Der Präsident liess den gesamten historischen Ostflügel des Weissen Hauses abreissen, um Platz für das Projekt zu schaffen.
Milliarde Steuergelder im Raum
Nach dem Attentat auf Trump Ende April forderten republikanische Senatoren zusätzliche Mittel für den Secret Service. Laut «SRF» sollen dafür eine Milliarde Dollar (etwa 779 Millionen Franken) Steuergelder bereitgestellt werden, auch für Ballsaal-Sicherheitsmassnahmen.

Der demokratische Senator Dick Durbin kritisierte das Vorhaben als Mittel für ein «Eitelkeitsprojekt», während viele Amerikaner wirtschaftlich kämpften.
Wie viel der republikanisch vorgeschlagenen Milliarde tatsächlich für Trumps Ballsaal genutzt werden soll, bleibt noch unklar.
















