Iran droht mit kompletter Sperre der Strasse von Hormus
Nach dem Ultimatum von US‑Präsident Trump warnte der Iran, die Strasse von Hormus komplett zu schliessen, falls die USA iranische Kraftwerke angreifen.

Nach Trumps Ultimatum droht der Iran mit der vollständigen Schliessung der Strasse von Hormus, falls die USA iranische Kraftwerke angreifen.
Die Situation in einer der weltwichtigsten Handelswege spitzt sich dramatisch zu, schreibt das «Handelsblatt».
Trump drohte mit der Zerstörung iranischer Kraftwerke und gab dem Land 48 Stunden Zeit, um die Meerenge zugänglich zu machen. Der Ultimatum-Frist verursachte sofort globale Marktreaktionen.
Teheran antwortet mit Gegendrohung
Die Strasse von Hormus sei vollständig gesperrt und wird erst wieder geöffnet, wenn zerstörte Kraftwerke wiederaufgebaut sind. Dies verkündete das iranische Militär.
Die Reaktion fiel deutlich und unverhandelbar aus, schreibt der «Tagesspiegel».
Im Falle von US-Angriffen würde der Iran zudem Kraftwerke sowie Energie- und Kommunikationsinfrastruktur in Israel ins Visier nehmen. Auch Energieanlagen in Golfstaaten mit US-Stützpunkten wurden als potenzielle Ziele benannt.
Strasse von Hormus wichtigste Transportroute für Erdöl
Die Strasse von Hormus gilt als wichtigste Transportroute für Erdöl weltweit. Rund ein Fünftel des täglichen globalen Verbrauchs passiert die Meerenge, berichtet die «Jüdische Allgemeine».
Eine tatsächliche Blockade hätte katastrophale Folgen. Die Ölpreise sprangen nach den Drohungen zeitweise um bis zu 13 Prozent nach oben.
Sie erreichten den höchsten Stand seit Januar 2025. Die Märkte reagierten angespannt auf die drohende Eskalation.
Internationale Reaktion
Deutschland, Italien, das Vereinigte Königreich, Frankreich, die Niederlande und Japan gaben eine gemeinsame Erklärung ab. Sie verurteilten die iranischen Angriffe und die De-facto-Sperrung scharf, schreibt «Euronews».

Die internationale Staatengemeinschaft reagierte mit diplomatischem Druck. Bundeskanzler Friedrich Merz teilte mit, dass er mit US-Präsident Trump die Situation in Iran und Israel besprochen habe.
Fatih Birol, Chef der Internationalen Energieagentur, warnte vor der womöglich schwersten Energie-Krise seit Jahrzehnten. Er verglich die Lage mit den Ölkrisen der 1970er-Jahre, wie der «Tagesspiegel» berichtet.












