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    Indien schränkt Spenden für Organisation von Mutter Teresa ein

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    In Indien werden Minderheiten unter Premier Modi zunehmend marginalisiert. Nun sind auch von Mutter Teresa gegründete Organisationen betroffen.

    Mutter Teresa
    Mutter Teresa stand auch für die Armen in Indien ein. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mutter Teresa gründete in Indien verschiedene Organisationen für Kranke und Schwache.
    • Nun soll deren Zugang zu Spenden durch die indische Regierung eingeschränkt werden.
    • Im letzten Jahr erhielt die Organisation 750 Millionen Dollar.

    Eine von der Ordensschwester Mutter Teresa gegründete Hilfsorganisation soll kein Geld von ausländischen Gebern mehr erhalten dürfen. So lautet eine neue Entscheidung der indischen Regierung.

    In einer am Montag veröffentlichten Erklärung des indischen Innenministeriums hiess es, eine entsprechende Lizenz sei nicht verlängert worden. Sie betrifft die Organisation Missionaries of Charity (Missionare der Wohltätigkeit). Kritiker verurteilten den Schritt als Schikane der christlichen Gemeinschaft.

    Von Mutter Teresa gegründete Organisationen erfüllen Kriterien nicht

    In der Erklärung des Innenministeriums hiess es, die 1950 von Mutter Teresa gegründete Hilfsorganisation erfüllte die «Eignungskriterien» nicht mehr. Bei einer Überprüfung seien «unerwünschte Beiträge» an die Organisation festgestellt worden. Genauere Angaben machte das Ministerium nicht.

    Vor rund zwei Wochen hatte die Polizei im Bundesstaat Gujarat mit Ermittlungen gegen die Missionaries of Charity begonnen. Vertretern der Organisation wird dort vorgeworfen, Hindus zum Übertritt zum Christentum gezwungen zu haben. Der Vorwurf der «erzwungenen Konversion» wird von hindunationalistischen Hardlinern in Indien immer wieder erhoben.

    Premierminister Narendra Modi in der Kritik

    Der Generalvikar der Erzdiözese Kalkutta, Dominic Gomes, bezeichnete die Entscheidung als «grausames Weihnachtsgeschenk für die Armen». Missionaries of Charity betreibt in ganz Indien Unterkünfte für Obdachlose und arme Menschen. Der Tageszeitung «Hindu» zufolge erhielt die Organisation im Haushaltsjahr 2020/21 750 Millionen Dollar (662 Millionen Euro) aus dem Ausland.

    Modi
    Indiens Premier Narendra Modi steht für einen harten Kurs gegenüber Minderheiten. - Keystone

    In Indien ist seit 2014 Premierminister Narendra Modi im Amt. Aktivisten im Land beklagen eine zunehmende Diskriminierung von Angehörigen religiöser Minderheiten.

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