Hunderte bei Beerdigung von Gaddafi-Sohn al-Islam in Libyen
Hunderte Menschen haben in Libyen an der Beerdigung des getöteten Sohns des früheren Langzeitmachthabers Muammar al-Gaddafi teilgenommen.

Während der Trauerfeier skandierten Trauernde Parolen und zeigten Fahnen, die mit der früheren Gaddafi-Regierung in Verbindung stehen. Einige forderten, den Sarg zu öffnen, um den Leichnam zu überprüfen, da keine öffentlichen Bilder veröffentlicht worden seien. Sicherheitskräfte verhinderten dies.
Die Beerdigung fand in der west-libyschen Stadt Bani Walid statt, etwa 180 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Tripolis. Libyen ist heute faktisch zweigeteilt in zwei verfeindete Regierungen im Osten und Westen.
Saif al-Islam war seinem politischen Büro zufolge Anfang der Woche durch eine «verräterische und feige» Tat «ermordet» worden. Offizielle Stellen im Osten Libyens äusserten sich bislang weder zu dem Vorfall noch veröffentlichten sie Beileidsbekundungen. Bisher stehen öffentliche Erklärungen zu den Umständen des Todes von al-Islam aus.
Saif al-Islam war der zweitälteste Sohn Muammar al-Gaddafis, der in dem nordafrikanischen Land mehr als vier Jahrzehnte herrschte, und eine der einflussreichsten Figuren in Libyen. 2011 wurde Muammar al-Gaddafi nach monatelangen Massenprotesten gestürzt und schliesslich getötet. Al-Islam hatte die brutale Niederschlagung der Proteste davor unterstützt.














