Grossbritannien entwickelt ballistische Rakete für Ukraine

Maja Bojic
Maja Bojic

Grossbritannien,

London kündigt die Entwicklung einer ballistischen Kurzstreckenrakete für Kiew an. Das Projekt «Nightfall» soll innerhalb eines Jahres erste Prototypen liefern.

John Healey Ukraine Grossbritannien
Laut dem britischen Verteidigungsminister John Healey ist die Ankündigung zugleich eine Antwort auf den Einsatz der ballistischen Mittelstreckenrakete Oreschnik durch Russland. (Archivbild) - keystone

Grossbritannien plant die Entwicklung einer neuen ballistischen Rakete für die Ukraine, berichtet das «SRF». Das Projekt trägt den Namen Nightfall und soll Kiew Angriffe auf weit entfernte Ziele ermöglichen.

Ziel ist es, die militärischen Fähigkeiten der Ukraine deutlich zu stärken. Dafür hat das britische Verteidigungsministerium einen Wettbewerb zur schnellen Entwicklung der Rakete ausgeschrieben, meldet «Euromaidan».

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Die neue Waffe soll einen rund 200 Kilogramm schweren Sprengkopf tragen können. Die Reichweite der Rakete soll mehr als 500 Kilometer betragen.

Russlands Attacken lösen britische Aufrüstung für Ukraine aus

Die Ankündigung erfolgt als Reaktion auf russische Attacken mit der ballistischen Mittelstreckenrakete Oreschnik, schreibt «The Independent».

Verteidigungsminister John Healey kritisierte das Vorgehen Russlands und warf Präsident Putin vor, er halte es für möglich, Zivilanlagen ungestraft anzugreifen.

Healey betonte, dass Grossbritannien die Ukraine mit moderner Verteidigungstechnik gegen russische Angriffe unterstützen werde.

Schnellfeuer-Raketen Nightfall: London investiert Millionen

Die neuen Nightfall-Raketen sollen nach Angaben von «n-tv» von unterschiedlichen Fahrzeugen aus startbar sein.

Mehrere Raketen können dabei in schneller Folge abgefeuert werden, bevor sich die Trägerfahrzeuge zurückziehen.

Oreschnik-Raketensystem
Die Massnahme wurde als Antwort auf Russlands Einsatz der ballistischen Mittelstreckenrakete Oreschnik getroffen. (Archivbild) - keystone

Drei britische Industrieteams erhalten je neun Millionen Pfund für die Entwicklung, meldet «The Independent». Jedes Team soll innerhalb von zwölf Monaten drei Testraketen liefern.

Die geplante Produktionsrate liegt bei zehn Systemen pro Monat. Der Höchstpreis pro Rakete soll 800'000 Pfund betragen, was etwa 859'000 Franken entspricht.

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Kommentare

User #4113 (nicht angemeldet)

Und will Putin damit zum Eisatz von Atomwaffen zwingen.

User #1586 (nicht angemeldet)

Dem Krempel mal zeigen was Trümmer sind.

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