Ukraine unter Beschuss: Russland feuert Oreschnik-Rakete ab

Maja Bojic
Maja Bojic

Russland,

Russland hat nach Angaben aus Moskau erneut die Mittelstreckenrakete Oreschnik gegen die Ukraine eingesetzt.

Wladimir Putin Ukraine Russland
Russland hat nach Angaben aus Moskau die Mittelstreckenrakete Oreschnik erneut gegen die Ukraine eingesetzt. (Archivbild) - keystone

Nach Angaben aus Moskau hat Russland die Mittelstreckenrakete Oreschnik erneut gegen die Westukraine eingesetzt. Das Verteidigungsministerium bestätigte den zweiten Einsatz dieses Waffentyps.

Demnach handelte es sich laut «Tag 24» um einen massiven Schlag mit Hochpräzisionswaffen, zu dem Oreschnik als auch Drohnen gehörten. Ukrainische Militärblogs veröffentlichten Videos, die sechs Einschläge dokumentieren.

Diese Trefferbilder stimmen laut «Focus» mit den sechs Gefechtsköpfen der Oreschnik-Rakete überein. Der Angriff unterstreicht die fortgesetzte Eskalation der militärischen Aktivitäten in der Region.

Russische Mittelstreckenrakete Oreschnik gegen Ukraine abgefeuert

Die Oreschnik ist eine neue russische Mittelstreckenrakete, die auch mit Atomsprengköpfen bestückt werden kann. Erstmals eingesetzt wurde sie laut der «Tageschau» im November 2024 bei einem Angriff auf Dnipro.

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Präsident Wladimir Putin bezeichnete die Rakete als experimentelle Hyperschallwaffe und sah darin eine Botschaft an den Westen. Nun erfolgte der zweite Einsatz vom gleichen Standort.

Telegramkanäle berichteten laut dem «Focus» zuvor über entsprechende Startvorbereitungen. Der Schritt unterstreicht die fortgesetzte Demonstration russischer Raketentechnologie.

Scholz warnt vor Eskalation, Experten bezweifeln Effektivität der Oreschnik

Ukrainische Quellen berichten, dass die Gefechtsköpfe bei Dnipro keine Sprengstoffe enthielten. Der Angriff war gezielt auf kritische Infrastruktur gerichtet.

In Reaktion auf den Einsatz berief NATO-Generalsekretär Mark Rutte laut der «Tagesschau» ein Treffen ein. Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz warnte vor einer möglichen Eskalation.

US-Medien wie das Wall Street Journal berichteten von Zweifeln an den russischen Darstellungen, und die CIA widersprach den Behauptungen. Experten werten die Oreschnik laut «Zdf heute» zunehmend als Propagandainstrument und weniger als präzise Waffe.

Machtdemonstration: Hyperschall-Rakete trifft Ukraine

Die russische Oreschnik-Rakete erreicht aber laut «Deutschlandfunk» Hyperschallgeschwindigkeit und gilt derzeit als schwer abwehrbar. Russland setzte sie als Reaktion auf westliche Waffenlieferungen wie die Storm-Shadow-Raketen in die Ukraine ein.

Der Einsatz diente zugleich als Machtdemonstration. Zuvor hatte Kiew eine Oreschnik-Rakete auf russischem Gebiet zerstört, was SBU-Chef Iwan Maljuk bestätigte.

Oreschnik-Rakete Russland Ukraine
Die russische Oreschnik-Rakete erreicht Hyperschallgeschwindigkeit und gilt derzeit als schwer abwehrbar. (Archivbild) - keystone

Moskau betont die Reichweite der Waffe, die auch Ziele nahe der EU erreichen kann. Trotz laufender Friedensgespräche eskaliert der Raketeneinsatz laut «Tag 24» in der Ukraine weiter.

Kommentare

User #2908 (nicht angemeldet)

Der seit 2022 einzige Wachstumssektor der russischen Wirtschaft, die Rüstungsindustrie, stagniert aktuell. Gleichzeitig ist die Produktion von Zivilgütern rückläufig: Baumaterialien minus 11 Prozent, Fahrzeugproduktion minus 60 Prozent, Eisenbahnwaggonproduktion minus 33 Prozent, Investitionen in den Güterverkehr minus 26 Prozent und Investitionen in den Personenverkehr minus 47 Prozent. Zinszahlungen verschlingen zudem immer größere Anteile der Unternehmensgewinne. Rüstungsbetriebe müssen ihre Produkte unterhalb der Gestehungskosten an den Staat verkaufen.

User #1204 (nicht angemeldet)

Unbesiegbar ist die "Oreschnik", wie die Kreml-Propaganda vorgibt, nicht: Die NATO verfügt laut Experten mit dem Raketenabwehrsystem "Arrow 3" über geeignete Waffen, um die "Oreschnik" abzuschießen.

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