Turbulenzen der Fed treiben Gold auf Rekordhoch

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    Grossbritannien,

    Gold erreicht zu Wochenbeginn wegen der angespannten Lage im Iran und der Unsicherheit über die Unabhängigkeit der Notenbank Fed ein Rekordhoch.

    Gold
    Gold gilt trotz der jüngsten Zinserhöhung weiterhin als bevorzugte Absicherung vieler Anleger. (Archivbild) - keystone

    Der Goldpreis ist am Montagmorgen auf ein neues Allzeithoch von fast 4600 US-Dollar (etwa 3665 Franken) pro Feinunze geklettert. Das entspricht einem Plus von rund 1,5 Prozent.

    Seit Beginn des Jahres 2026 ist der Goldpreis bereits um sechs Prozent gestiegen. Im gesamten Jahr 2025 hatte er laut «Finanzen.net» sogar um 65 Prozent zugelegt.

    Hast du in Gold investiert?

    Die Turbulenzen um die US-Notenbank Fed gelten als einer der Hauptgründe für den Anstieg. Das US-Justizministerium hat Vorladungen übermittelt und droht mit einer Anklage gegen Notenbankchef Jerome Powell, so «Capital».

    Powell kritisiert Vorwürfe als «Vorwand»

    Powell wehrt sich gegen die Vorwürfe und bezeichnet das Vorgehen als «Vorwand». Er kritisiert, dass es darauf abziele, die Unabhängigkeit der Fed zu untergraben und Druck auf die Zinspolitik auszuüben.

    US-Präsident Donald Trump fordert seit Monaten deutlichere Zinssenkungen, Powells Amtszeit endet regulär im Mai 2026, berichtet die «Zeit». Neben den Fed-Turbulenzen treibt auch die Iran-Krise die Nachfrage nach Gold als sicheren Hafen an.

    Seit dem 28. Dezember 2025 erschüttern laut «Deutschlandfunk» landesweite Proteste das Land, ausgelöst durch Wirtschaftskrise und galoppierende Inflation. Am 9. Januar 2026 forderten die Unruhen mindestens 217 Todesopfer und die Proteste haben alle 31 Provinzen des Irans erfasst.

    Geopolitik und Unsicherheit der Fed treiben Nachfrage und Preise weiter an

    Marktbeobachter sehen in der Kombination aus geopolitischen Spannungen und Fed-Unsicherheit einen perfekten Sturm für Gold. Auch Silber profitiert von der Entwicklung und verteuerte sich am Montag um 4,5 Prozent auf 83,45 Dollar.

    Gold Fed
    Experten erwarten eine anhaltend hohe Nachfrage nach Edelmetallen, da die Unsicherheit über die Fed weitere Schockwellen an den Finanzmärkten auslösen könnte. (Symbolbild) - depositphotos

    Experten rechnen mit einer anhaltend hohen Nachfrage nach Edelmetallen. Die Unsicherheit über die Unabhängigkeit der Fed könnte weitere Schockwellen durch die Finanzmärkte senden, warnt das österreichische Bankhaus Spängler.

    Goldman Sachs schätzt laut «Philoro», dass jeder zusätzliche Basispunkt Gold-Anteil in US-Portfolios den Preis um 1,4 Prozent steigern könnte. Mit dem aktuellen Rekordniveau baut Gold seine Position als gefragteste Anlageklasse weiter aus.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #5091 (nicht angemeldet)

    Alles egal, denn die Schweiz kauft munter weiter Gold aus allen möglichen Ländern, schmelzt sie hier ein und giesst neue Barren mit der Schweizer Kennung, et voila, alles sauber! schaut selbst mal den Bericht "Auf den Spuren von Putins Gold" kann jeder selbst googlen. Kleinkriminellen würde man Helerei vorwerfen, aber hier ist das wohl was ganz Anderes.

    User #2761 (nicht angemeldet)

    Hat weder mit der Fed noch mit Spannungen im Iran zu tun.

    Weiterlesen

    Gold im Tresor der Schweizerischen Nationalbank
    47 Interaktionen
    Umfrage
    Gold
    26 Interaktionen
    Wirtschaft
    tonnen gold tether
    2 Interaktionen
    Aufwärtstrend

    MEHR IN NEWS

    Bundesrat
    «Charmeattacke»
    a
    1 Interaktionen
    Umfrage
    a
    1 Interaktionen
    In Berlin
    Am Montagabend wurden die Kabinen zur Schwägalp transportiert.
    Neue Kabinen

    MEHR AUS GROSSBRITANNIEN

    J.K. Rowling
    23 Interaktionen
    London
    foden
    5 Interaktionen
    Nach Finanzskandal
    Football Manager 27
    1 Interaktionen
    Gratis-Test
    Judi Dench
    4 Interaktionen
    Augenerkrankung