Gesundheitspersonal in italienischen Grenzgebieten kriegt mehr Lohn
In der italienischen Region Lombardei soll das Gesundheitspersonal in an die Schweiz angrenzenden Gebieten eine Gehaltserhöhung erhalten. Ziel sei, so die Abwanderung des Personals in die Schweiz zu verhindern, sagte der lombardische Regionalrat Massimo Sertori.

Die Regelung zur Anhebung der Gehälter von Ärzten und Pflegekräften, die in den an die Schweiz angrenzenden Gebieten arbeiten, wird in den kommenden Monaten in Kraft treten und soll bis September umgesetzt werden. Das erklärte der Regionalrat für Kommunalverwaltung und Berggebiete am Donnerstag.
Mit der Massnahme finde ein Landesgesetz von 2023 Anwendung mit dem Ziel, «das Gesundheitspersonal in unserem Gebiet zu halten und dessen Abwanderung in die Schweiz zu verhindern», so Sertori laut einer Meldung der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. Gesetzlich sei eine Gehaltserhöhung um zwanzig Prozent möglich. Laut Sertori sind das jährlich etwa 10'000 Euro brutto für Ärztinnen und Ärzte und etwa 5400 Euro brutto für Pflegekräfte.
«Das Landesgesetz», so Sertori weiter, «sieht vor, dass die Mittel durch einen Beitrag in Höhe von drei bis sechs Prozent des Nettogehalts von 'alten' Grenzgängern aufgebracht werden.» Gemäss Sertori hat sich die Lombardei für den Mindestbeitrag von drei Prozent entschieden: Bei einem Nettomonatsgehalt von 4000 Euro betrage der Beitrag somit 120 Euro pro Monat.
Diese Mittel dienten dazu, das Gesundheitswesen in den Grenzgebieten zu sichern und zu stärken – «zum Nutzen der Grenzgänger selbst und ihrer Familien». Laut Schätzung des ebenfalls an der Anhörung anwesenden Generaldirektors für Soziales der Region Lombardei, Mario Melazzini, kommt die Gehaltserhöhung etwa 7000 Beschäftigten im Gesundheitswesen zu Gute. Das entspreche einer Investition von rund 45 Millionen Euro, sagte Melazzini am Donnerstag.










