Gespräche geplatzt: Das droht jetzt im Iran-Krieg
JD Vance scheitert nach langen Verhandlungen in Islamabad. Damit bleibt die Lage angespannt.

Das Wichtigste in Kürze
- Die US-Gespräche im Iran sind nach 21 Stunden Verhandlungen gescheitert.
- Langwierige Verhandlungen oder eine militärische Eskalation drohen.
- Die USA und der Iran bleiben sich in zentralen Fragen uneinig.
US-Vizepräsident JD Vance konnte nach rund 21 Stunden Verhandlungen in Islamabad keinen Durchbruch erzielen. Damit gelten die Gespräche als gescheitert. Die US-Regierung steht vor einer strategisch schwierigen Entscheidung.
Wie geht es nun weiter?
Der erste von der «New York Times» skizzierte Weg wäre eine Rückkehr zu langwierigen Verhandlungen.
Ein solches Szenario würde bedeuten, dass sich die Gespräche über Monate oder sogar Jahre hinziehen könnten. Ähnlich wie beim Atomabkommen unter Barack Obama: Dieses dauerte rund zwei Jahre und erforderte zahlreiche Kompromisse.
Der zentrale Streitpunkt bleibt dabei unverändert. Der Iran besteht auf der Fortführung seines zivilen Atomprogramms inklusive Urananreicherung. Die USA verlangen eine vollständige Beendigung des Programms.
Auch die Zukunft der Strasse von Hormus bleibt ein grosses Streitthema.
Iran will nicht nachgeben
Der zweite mögliche Pfad ist eine erneute militärische Eskalation. Dieser Ansatz gilt jedoch als politisch und strategisch hochriskant. Er könnte die ohnehin angespannte Lage weiter verschärfen. Der Iran zeigt bislang keine Anzeichen von Nachgiebigkeit.
Auch der US-Sender CNN beschreibt die Situation als äusserst komplex. Offenbar reden die USA und der Iran aneinander vorbei.
Die US-Seite um JD Vance drängte offenbar auf eine rasche Lösung nach einer zweiwöchigen Waffenruhe. Der Iran verfolgt traditionell einen langfristigeren und langsameren Ansatz.
CNN betont zudem, dass sich beide Seiten nicht nur inhaltlich unterscheiden. Auch im Stil und in der Haltung bestehen deutliche Differenzen.
Iran und USA kommunizieren aneinander vorbei
Die Gespräche zeigen laut CNN zudem deutliche Unterschiede zwischen beiden Seiten. Nicht nur inhaltlich, sondern auch im Stil und in der Verhandlungsführung.
Die USA haben ihr Angebot als «letztes und bestes Angebot» bezeichnet. Damit erhöhen sie den Druck auf den Iran, seine Position für mögliche weitere Gespräche zu überdenken.
Gleichzeitig wird die politische Dimension betont. Der Iran richtet seine Kommunikation stark an die eigene Bevölkerung. Er rechtfertigt die Gespräche auch ideologisch.
Insgesamt bleibt die Lage im Nahen Osten somit angespannt und instabil.



















