Iranische Medien: Gespräche mit USA gehen am Sonntag weiter
Die USA und der Iran wollen die Verhandlungen heute Sonntag weiterführen. Derweil greift Israel die Hisbollah im Libanon weiter an.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Iran und die USA haben sich auf eine Feuerpause geeinigt.
- Die am Samstag begonnenen Gespräche gehen heute Sonntag weiter.
- Hier im Ticker verpasst du keine neue Entwicklung.
In der Nacht auf Mittwoch einigten sich der Iran und die USA kurz vor Ablauf eines US-Ultimatums auf eine Feuerpause. Zwei Wochen lang sollen die Waffen ruhen, während die Verhandlungen weitergehen. Am Samstag begannen Gespräche zwischen einer US-Delegation um JD Vance und iranischen Vertretern in Pakistan. Heute sollen sie fortgeführt werden.
Teil der Verhandlungen ist die Öffnung der Strasse von Hormus. Teheran hatte diese am Mittwoch geöffnet und sogleich wieder geschlossen. Gleichzeitig droht das Regime wegen der anhaltenden israelischen Angriffe auf den Libanon mit dem Ausstieg aus der Feuerpause. Nächste Woche wollen Beirut und Jerusalem verhandeln.
Der Iran ist der Ansicht, dass die Waffenruhe auch für den Libanon gilt. Israel hingegen teilt mit, dass das Abkommen nur den Konflikt zwischen den USA und dem Iran betrifft. Deswegen werden die heftigen Angriffe auf Ziele der Hisbollah im Libanon fortgeführt.
Im Ticker von Nau.ch bleibst du über die Lage im Nahen Osten und die brüchige Waffenruhe auf dem Laufenden.
Pakistan ruft USA und Iran zu Festhalten an Waffenruhe auf
07.35: Nach den direkten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung Pakistans hat der pakistanische Aussenminister Ishaq Dar die beiden Parteien aufgerufen, an ihrer Verpflichtung zu einer Waffenruhe festzuhalten.
Man hoffe, dass beide Seiten «dauerhaften Frieden und Wohlstand für die gesamte Region und darüber hinaus» erreichen würden, teilte Dar mit.
Nach stundenlangen Verhandlungen waren die Gespräche am Sonntagmorgen zunächst ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Ob und wann es zu weiteren Verhandlungen kommt, war zunächst unklar.
US-Vizepräsident Vance: Keine Einigung mit Iran erzielt
07.08: Bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung Pakistans ist nach den Worten von US-Vizepräsident JD Vance keine Einigung erzielt worden.
Man kehre nun in die USA zurück, sagte Vance nach stundenlangen direkten Gesprächen mit dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad.

Nach 21 Stunden hätte sich die iranische Seite dazu entschieden, die Bedingungen der USA nicht zu akzeptieren, sagte Vance. Die USA hätten klargemacht, wo die roten Linien liegen und in welchen Punkten man bereit sei, dem Iran entgegenzukommen.
Vance sagte nicht im Detail, was genau die Knackpunkte waren. Er sagte lediglich, man habe bislang nicht gesehen, dass sich der Iran grundlegend dazu verpflichte, langfristig keine Atomwaffen zu entwickeln. «Wir hoffen, dass wir es noch sehen werden.»
Man verlasse den Ort der Verhandlungen und lasse einen Vorschlag für den Iran zurück, der ein endgültiges Angebot darstelle, sagte Vance. Während der Verhandlungen sei er in ständigem Kontakt mit US-Präsident Donald Trump gewesen.
Netanjahu: Iran-Kampagne «noch nicht fertig»
03.00: In einem Video-Statement erklärte Benjamin Netanjahu, dass die Iran-Kampagne «noch nicht fertig» sei. «Aber wir können eindeutig sagen, dass wir historische Erfolge erzielt haben.»

In Bezug auf den Iran und dessen verbündete Milizen sagte der iranische Ministerpräsident: «Sie wollten uns erwürgen, jetzt erwürgen wir sie.» Man habe dem Feind «einen Schlag versetzt, aber wir haben noch mehr zu tun».
Iranische Medien: Gespräche mit USA gehen am Sonntag
02.05: Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung von Pakistan sollen am heutigen Sonntag fortgesetzt werden. Das berichteten die iranischen Nachrichtenagenturen Tasnim, Fars und Irna übereinstimmend in der Nacht.
Rund 14 Stunden nach Beginn des Treffens in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad war demnach eine direkte Verhandlungsrunde in den frühen Morgenstunden zu Ende gegangen. Expertenteams sollten den Angaben zufolge nun zunächst weitere Verhandlungstexte austauschen. Aus den USA hiess es von einem hochrangigen Beamten im Weissen Haus, auch nach 15 Stunden gingen die Gespräche weiter.

Iranische Medien hatten zuvor über grosse Differenzen bei den Verhandlungen mit den USA berichtet. Die Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars sprachen von «überzogenen Forderungen» der US-Seite. Konkret wurde die Strasse von Hormus als zentraler Streitpunkt genannt. Der Fortschritt der Verhandlungen sei damit aus iranischer Sicht behindert worden.
Tasnim zufolge besteht die iranische Delegation auf der «Wahrung der militärischen Errungenschaften», eine mögliche Anspielung auf das Raketenprogramm der Islamischen Republik. Den grössten Streit soll es beiden Berichten zufolge jedoch bei Fragen rund um die Strasse von Hormus geben.











