Gaza-Hilfsflotte startet in Barcelona neuen Versuch

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Spanien,

Über ein halbes Jahr nach einem ersten gescheiterten Versuch ist die Gaza-Hilfsflotte «Globale Sumud-Flottille» (GSF) erneut in Richtung der Konfliktregion im Nahen Osten aufgebrochen.

Boote mit Aktivisten und humanitärer Hilfe für die Palästinenser im Gazastreifen manövrieren im Hafen von Barcelona (Archivbild). Foto: Joan Mateu Parra/AP/dpa
Boote mit Aktivisten und humanitärer Hilfe für die Palästinenser im Gazastreifen manövrieren im Hafen von Barcelona (Archivbild). Foto: Joan Mateu Parra/AP/dpa - Keystone/AP/Joan Mateu Parra

Nach einer mehrtägigen wetterbedingten Verzögerung seien nun 39 Boote mit rund tausend Aktivisten aus zahlreichen Ländern an Bord in der spanischen Küstenmetropole Barcelona in See gestochen, teilte die Organisation mit.

Die propalästinensischen Aktivisten wollen erneut versuchen, mit Dutzenden Booten die israelische Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen und Hilfsgüter in die Konfliktregion zu bringen. Die Flotte werde von einem Schiff der spanischen Hilfsorganisation Open Arms und vom Arctic Sunrise des Umweltverbandes Greenpeace, einem früheren Eisbrecher, begleitet, hiess es.

Im ersten Abschnitt der Überfahrt wird die Flotte nach eigenen Angaben über das Mittelmeer nach Sizilien fahren, wo sie mit GSF-Delegationen aus Italien und Frankreich zusammentreffen wird. Die «Globale Sumud-Flottille» war voriges Jahr von mehreren internationalen Aktivisten-Netzwerken gegründet worden. «Sumud» heisst auf Arabisch Standhaftigkeit.

Israel hat in der Vergangenheit Versuche von Aktivisten, die Seeblockade vor dem Gazastreifen zu durchbrechen, stets verhindert. Bei einem vorherigen Versuch war die vorwiegend aus privaten Segel- und Motorbooten bestehende «Globale Sumud-Flottille» im Herbst 2025 von israelischen Spezialeinheiten gestürmt und am Erreichen der Konfliktregion gehindert worden. Die Aktivisten, darunter die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg, wurden in Gewahrsam genommen und anschliessend ausgewiesen.

«Wir wissen nicht, was uns erwartet. Wir wissen nicht, wie weit wir kommen werden», räumte der Gründer von Open Arms, Òscar Camps, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Europa Press ein. Ziel der Aktion sei, «das Geschehen in Gaza wieder in den medialen Fokus zu rücken, weil es in den Hintergrund geraten ist». Mehr als 700 Menschen seien «in diesen Monaten der Waffenruhe, die keine wirkliche war, getötet» worden. Man müsse dort den «Völkermord stoppen» und mit dem Wiederaufbau Gazas beginnen, forderte Camps.

Kommentare

User #2492 (nicht angemeldet)

Ich finde es unverantwortlich von der spanischen Regierung, diese Boote, die in Richtung eines Kriegsgebiets segeln wollen, überhaupt auslaufen zu lassen. Das entbehrt jeglichem logischen Verstand, und ich zweifle stark daran, dass es pures Mitgefühl gegenüber den Palästinensern ist, das sie bewegt, denn sonnst können sie auch gleich in Richtung Sudan oder anderen X Orten in dieser Welt segeln. Doe sind aus Ideologischen Gründen unterwegs und nicht aus Mitleid. Liberia könnte auch hilfe benötigen

User #2450 (nicht angemeldet)

Sind das Faschingsschiffchen mit den unbunten Fahnen oder ist das eine Regatta für nichts?

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