Zürcher Grüne fordern mehr Mitgefühl mit Stadttauben

Keystone-SDA Regional
Keystone-SDA Regional

Zürich,

Ein Video von der Tötung zahlreicher Tauben am Stadelhofen hat hohe Wellen ausgelöst. Selbst in Deutschland schlug der Stadt Zürich Empörung entgegen. Die Grünen reichten am Mittwoch im Stadtparlament eine Motion für eine tierfreundlichere Regulierung ein.

Ein Video von der Tötung von Tauben in Zürich löste grosse Empörung aus. Die Grünen fordern nun eine tierfreundlichere Regulierung. (Archivbild).
Ein Video von der Tötung von Tauben in Zürich löste grosse Empörung aus. Die Grünen fordern nun eine tierfreundlichere Regulierung. (Archivbild). - KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER

Viele Freiwillige wären bereit, ehrenamtlich Taubenschläge zu betreuen, sagte Selina Walgis (Grüne). «Überall dort, wo sich viele Tauben aufhalten, braucht es Taubenschläge, in denen Eier entnommen werden», sagte sie.

Bisherige Schritte hätten keine Verbesserung gebracht, darum forderten die Grünen diese nun via Motion ein. Der Stadtrat solle seiner Verantwortung nachkommen. Vorbild ist das sogenannte Augsburger Modell. Die deutsche Stadt erarbeitete ein Konzept mit betreuten Taubenschlägen.

In der Antwort auf eine Anfrage der Grünen von 2025 habe der Stadtrat die Tötung von jährlich 910 bis 1727 Tauben genannt, sagte Walgis weiter. Die Tötung am Stadelhofen sei also bei weitem nicht das einzige Ereignis.

Das Video hatte eine Leserin «20 Minuten» zugespielt. Es zeigte, wie Wildhüter der Stadt Zürich vergangene Woche am Stadelhofen Tauben in einer Grossfalle einfingen. Anschliessend wurden die Tiere vor Ort getötet. Wie «20 Minuten» am Mittwoch berichtete, fluteten Nutzer nach dem Aufruf eines deutschen Aktivisten den Instagram-Kanal der Stadt. Diese schloss schliesslich die Kommentarfunktion.

Das Ziel der Stadt Zürich ist es, mit den Tötungen die Dichte der Vögel zu verringern. Störend sei vor allem der Kot der Tauben. Jährlich sind dies rund 80 Tonnen.

«Tauben füttern im Park» ist seit Januar 2023 eigentlich per kantonalem Jagdgesetz verboten. Ziel war es, dass die Tauben weniger Futter finden und somit weniger häufig brüten. In der Stadt Zürich hat dieses Fütterungsverbot allerdings wenig gebracht.

Aus falscher Tierliebe und Mitleid mit vermeintlich hungrigen Tauben wird das Fütterungsverbot gerne ignoriert. In der Stadt Zürich finden die verwilderten Stadttauben heute ein noch üppigeres Buffet als vor dem Verbot.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #6249 (nicht angemeldet)

Liebe TAUBEN. Jetzt dürft ihr aber nicht mehr auf die Grünen kacken!

User #5544 (nicht angemeldet)

So ein Geschrei wegen den Tauben Was sollen wir sagen zu den Wölfen die vermehren sich genau so und haben keine natürlichen Feinde

Weiterlesen

x
717 Interaktionen
Krankenkasse

MEHR GRüNE

«Ja zur Wohnungsinitiative»
2 Interaktionen
Politik
Grüne
14 Interaktionen
Bern
baden
12 Interaktionen
Stuttgart/Korntal-Münchingen

MEHR AUS STADT ZüRICH

Frey
14 Interaktionen
Winti steigt ab
Winti
14 Interaktionen
3:2 nach 0:2
7 Interaktionen
Zürich
7 Interaktionen
14. Juni