Christian Ulmens neue Serie soll Parallelen zu Vorwürfen haben
Die neue Serie von Christian Ulmen beinhaltet sexuelle Fantasien. Aufgrund der aktuellen Vorwürfe wird die Serie nicht veröffentlicht.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Handlung einer bereits produzierten Serie von Christian Ulmen wirft Fragen auf.
- Offenbar sollen die Inhalte Parallelen zu den Vorwürfen seiner Ex-Frau aufweisen.
- Es gehe «ausgesprochen viel um Sex und perverse Fantasien», heisst es in einem Bericht.
Die Vorwürfe gegen Christian Ulmen (50) ziehen weitere Kreise.
Wie jetzt bekannt wird, sollen die Anschuldigungen seiner Ex-Frau Collien Fernandes (44) auch in seinem Job eine zentrale Rolle gespielt haben.
Konkret geht es um die bislang unveröffentlichte Serie mit dem Arbeitstitel «The Au Pair».

Die Produktion, die Ulmen verantwortete, wurde letzten Herbst auf Mallorca gedreht. Sie sollte ursprünglich auf dem Streamingdienst Joyn von ProSiebenSat.1 veröffentlicht werden.
Dazu kommt es vorerst allerdings nicht. Nach Einblick in sechs von acht Episodendrehbüchern berichtet das «Zeit»-Magazin von einem Handlungsstrang, der aufgrund der aktuellen Vorwürfe gegen Ulmen Fragen aufwirft.
«Viel Sex und perverse Fantasien»
So soll in einer Szene eine Figur private Aufnahmen seiner Partnerin ohne deren Wissen in Sex-Chatgruppen veröffentlichen und an den Kommentaren anderer Männer erregt werden. Laut Bericht geht es «ausgesprochen viel um Sex und perverse Fantasien».
Die künstlerische Verantwortung habe demnach weitgehend bei Christian Ulmen gelegen. Er habe die Drehbücher geschrieben, die Regie übernommen, die Hauptrolle gespielt und die Verantwortung für den Schnitt getragen.
Produziert wurde die Serie von der Firma Pyjama Pictures, die der 50-Jährige selbst mitgegründet hat.

Die fiktive Erzählung weist Parallelen zu den Vorwürfen auf, die Collien Fernandes öffentlich erhoben hat. Sie wirft Ulmen vor, sie jahrelang mit Fake-Profilen in den sozialen Medien «virtuell vergewaltigt» zu haben.
Der Schauspieler soll mit Männern aus ihrem beruflichen Umfeld Sexchats geführt und dabei gefälschtes pornografisches Material verbreitet haben.
Ulmen soll Taten gestanden haben
Ende 2024 soll der Schauspieler seine Taten gestanden haben. Mit der Begründung, «er habe einen sexuellen Fetisch entwickelt, mit dem er nicht mehr aufhören konnte: Ein Degradierungsfetisch», so Fernandes.
Das Paar, das eine gemeinsame Tochter hat, gab im September 2025 seine Trennung bekannt.
Produktionsfirma distanziert sich
Nach den Enthüllungen im «Zeit»-Bericht zieht der Produzent Pyjama Pictures Konsequenzen. Die Firma distanziert sich öffentlich von Ulmen und bekundet Solidarität mit Fernandes. Zudem sei ein Mail an Produktionsmitarbeiter verschickt worden, in der man Bestürzung kundgab.
Offenbar gebe es sogar Pläne, Ulmen als Gesellschafter aus der Firma auszuschliessen.

Bereits nach Bekanntwerden der Vorwürfe Mitte März hatte der Streamingdienst Joyn Ulmens Comedyserie «Jerks» aus der Mediathek gelöscht. Mittlerweile ist der Schauspieler auch nicht mehr unter den aufgeführten Künstlern der Agentur Players zu finden.
Christian Ulmen selbst hat sich bislang nicht zu den Anschuldigungen geäussert. Sein Anwalt Christian Schertz bezeichnete die Berichterstattung im «Spiegel» aufgrund einseitiger Schilderung für rechtswidrig. Juristische Schritte wurden eingeleitet.
Spanien übergibt Anzeige an deutsche Behörden
Mittlerweile wurden die Ermittlungen vom Gericht in Palma de Mallorca, Ulmens Wohnsitz, nach Deutschland abgegeben. Die Zuständigkeit der spanischen Justiz liess sich nicht aufrechterhalten, zumal es sich beim Ex-Paar um deutsche Staatsbürger handelt, so die Begründung.

Zudem sollen die mutmasslichen Taten «auf deutschem Hoheitsgebiet begangen oder über digitale Plattformen, die auf Deutsch veröffentlichen, verbreitet» worden sein.
Im Kampf gegen sexualisierte Gewalt reichte Collien Fernandes ihre Anzeige bewusst in Spanien ein. Dort seien die Rechte von Frauen deutlich besser, erklärte der «Traumschiff»-Star kürzlich. Fernandes' Anwälte wollen mit einem Einspruch demnach nun verhindern, dass das Verfahren nach Deutschland überführt wird.












