Weisses Haus: USA und Iran sprechen direkt miteinander

Heute Samstag wollen die USA und der Iran in Pakistan verhandeln. Derweil greift Israel die Hisbollah im Libanon weiter an.

JD Vance Pakistan Iran-Verhandlungen
Der US-Vizepräsident JD Vance ist am Samstag in der pakistanischen Hauptstadt, Islamabad, gelandet. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Iran und die USA haben sich auf eine Feuerpause geeinigt.
  • Heute sollen direkte Verhandlungen in Pakistan beginnen.
  • Israel sieht den Libanon nicht inkludiert und greift weiter Hisbollah-Ziele an.

In der Nacht auf Mittwoch einigten sich der Iran und die USA kurz vor Ablauf eines US-Ultimatums auf eine Feuerpause. Zwei Wochen lang sollen die Waffen ruhen, während die Verhandlungen weitergehen. Heute Samstag will sich eine US-Delegation um JD Vance mit iranischen Vertretern in Pakistan treffen.

Teil der Waffenruhe ist die Öffnung der Strasse von Hormus. Doch Teheran hat diese am Mittwoch wieder geschlossen. Gleichzeitig droht das Regime wegen der anhaltenden israelischen Angriffe auf den Libanon mit dem Ausstieg aus der Feuerpause. Nächste Woche wollen Beirut und Jerusalem verhandeln.

Glaubst du, dass die Verhandlungen in Pakistan von Erfolg gekrönt sein werden?

Der Iran ist der Ansicht, dass die Waffenruhe auch für den Libanon gilt. Israel hingegen teilt mit, dass das Abkommen nur den Konflikt zwischen den USA und dem Iran betrifft. Deswegen werden die heftigen Angriffe auf Ziele der Hisbollah im Libanon fortgeführt.

Im Ticker von Nau.ch bleibst du über die Lage im Nahen Osten und die brüchige Waffenruhe auf dem Laufenden.

USA-Iran-Gespräche dauern an – Ringen bis in die Nacht

23.05: Die Gespräche zwischen dem Iran und den USA dauern in Pakistan auch nach Mitternacht (Ortszeit) an. Mehr als acht Stunden nach Auftakt der Gespräche kamen die Verhandlungsführer am Austragungsort in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zu einem weiteren direkten Treffen zusammen, wie die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete. Es sei die «letzte Gelegenheit», einen gemeinsamen Rahmen mit den Amerikanern zu finden, hiess es.

Iran-Experte Ali Vaez von der Denkfabrik Crisis Group mahnte vor dem Hintergrund möglicher Differenzen auf X, Pattsituationen in den Gesprächen seien nicht unauflösbar. «Jede Seite hält ihre Position für vernünftig und die der anderen für unvernünftig. Nichts ist vereinbart, bis alles vereinbart ist – und selbst dann muss das Ganze noch umgesetzt werden», schrieb er.

Netanjahu: Wollen echtes Friedensabkommen mit dem Libanon

21.46: Israel strebt nach den Worten des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ein «echtes Friedensabkommen» mit dem Libanon an. Dieses solle «über Generationen halten», sagte er in einer Videobotschaft mit Blick auf anstehende Verhandlungen in Washington am Dienstag. Ein solcher Ausgang der Gespräche gilt allerdings als ungewiss.

Netanjahu bekräftigte gleichzeitig, Israel kämpfe weiter gegen die libanesische Hisbollah-Miliz, bis die Sicherheit der Ortschaften im Norden Israels gewährleistet sei. Seit Wiederaufflammen des Konflikts Anfang März habe Israel mehrere Hundert Hisbollah-Kämpfer getötet.

Iranische Medien: Grosse Differenzen bei Gesprächen

20.40: Iranische Medien haben über grosse Differenzen bei den Verhandlungen mit den USA in Pakistan berichtet. Die Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars sprachen von «überzogenen Forderungen» der US-Seite.

Konkret wurde die Strasse von Hormus als zentraler Streitpunkt genannt. Der Fortschritt der Verhandlungen sei damit aus iranischer Sicht behindert worden.

Tasnim zufolge besteht die iranische Delegation auf der «Wahrung der militärischen Errungenschaften», eine mögliche Anspielung auf das Raketenprogramm der Islamischen Republik. Den grössten Streit soll es beiden Berichten zufolge jedoch bei Fragen rund um die Strasse von Hormus geben.

Zwei US-Schiffe haben Strasse von Hormus durchquert

19.50: Laut den USA haben zwei Kriegsschiffe die Strasse von Hormus komplett durchquert.

Das Zentralkommando Ceentcom teilte mit, dass man «Voraussetzungen» für eine Räumung der Minen schaffen wolle. Man habe damit begonnen, eine neue Passage zu schaffen.

strasse von hormus
Die Strasse von Hormus wurde vom Iran gesperrt. - keystone

Der Iran drohte vor der Durchquerung, dass die Schiffe ihren Kurs ändern sollten, sonst drohe ein Angriff. Die Aktion war nicht mit Teheran abgestimmt.

Papst: «Schluss mit dem Krieg!»

19.30: Mit eindringlichen Worten hat Papst Leo XIV. angesichts der aktuellen Weltlage ein Ende von Kriegen gefordert. «Schluss mit dem Krieg!», sagte das Oberhaupt von weltweit etwa 1,4 Milliarden Katholiken bei einem grossen Friedensgebet im Petersdom.

papst
Papst Leo XIV. ruft zum Frieden auf. - keystone

An die Regierenden richtete der Papst in seiner Predigt einen direkten Appell: «Haltet ein! Es ist Zeit für den Frieden!»

Die Welt erlebe derzeit eine dramatische Zuspitzung: Es gebe «anscheinend noch nicht genug Gräber, weil man weiter kreuzigt und Leben vernichtet, ohne Recht und ohne Gnade», kritisierte Leo mit Blick auf anhaltende Kriege, Konflikte und tödliche Gewalt. Der Pontifex sprach von «Allmachtsfantasien, die um uns herum immer unberechenbarer und aggressiver werden».

Leo kritisierte erneut den Missbrauch von Religion für Gewalt: «Sogar der heilige Name Gottes, des Gottes des Lebens, wird für Todesreden herangezogen.» Überall seien Drohungen statt Aufrufe zum Zuhören und zur Begegnung zu vernehmen. Wer bete, töte nicht und drohe nicht mit dem Tod.

Macron: Verhandlungen für Deeskalation nutzen

19.00: Emmanuel Macron ruft den Iran dazu auf, die laufenden Friedensverhandlungen mit den USA für eine langfristige Beruhigung der Lage zu nutzen. In einem Telefonat mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian nannte er die Gespräche eine Chance, um einen solchen Weg zu ebnen. Auch für eine Einigung, die solide Garantien für die Sicherheit der Region liefere, seien die Verhandlungen eine Gelegenheit.

Macron forderte zudem, dass der Iran schnellstmöglich wieder eine freie und sichere Fahrt durch die Strasse von Hormus ermögliche. Frankreich sei bereit, dazu beizutragen.

US-Militärflugzeug beschädigt? Mann in Irland festgenommen

18.50: An einem Flughafen im Westen Irlands ist ein Mann wegen mutmasslicher Sachbeschädigung festgenommen worden. Berichten zufolge soll dabei ein US-Militärflugzeug beschädigt worden sein.

Ein Mann soll demnach einen gesperrten Bereich des Flughafens betreten haben. Er sei am Vormittag festgenommen worden. Laut einer Sprecherin des Flughafens musste der Betrieb kurzzeitig eingestellt werden, konnte dann aber normal weiterlaufen.

In sozialen Medien verbreitete Aufnahmen sollen laut RTÉ zeigen, wie ein Mann augenscheinlich auf ein Militärflugzeug klettert und mit einem Gegenstand gegen einen der Flügel schlägt.

Weisses Haus: USA und Iran sprechen direkt miteinander

18.15: Bei den Friedensverhandlungen in Islamabad sprechen nach Angaben des Weissen Hauses die USA und der Iran direkt miteinander, unter Anwesenheit von Vertretern Pakistans. Ein hochrangiger Regierungsbeamter des Weissen Hauses bestätigte ein trilaterales Treffen an diesem Samstag. Zuvor hatte es bereits aus pakistanischen Sicherheitskreisen geheissen, dass es direkte Gespräche gebe.

Neue Raketenangriffe aus dem Libanon auf Israel

17.46: Bei neuen Angriffen aus dem Libanon ist nach Angaben von Rettungskräften ein Haus in Nordisrael getroffen worden. Es gab jedoch zunächst keine Angaben zu Verletzten, wie der Rettungsdienst Magen David Adom am frühen Abend (Ortszeit) mitteilte. Nach israelischen Medienberichten feuerte die libanesische Hisbollah-Miliz rund zehn Raketen auf den Norden Israels.

Protest im Libanon gegen Gespräche mit Israel

17.40: Hunderte Anhänger der proiranischen Hisbollah haben in Beirut gegen die Entscheidung der Regierung protestiert, Verhandlungen mit Israel aufzunehmen. Ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur vor Ort berichtete von starken Sicherheitsvorkehrungen.

Protestierende riefen «Nieder mit Nawaf» mit Bezug auf den aktuellen Ministerpräsidenten Nawaf Salam. Andere riefen «Gott segne Nasrallah» und meinten damit den von Israel getöteten Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah. Viele schwenkten die iranische Fahne oder Hisbollah-Flaggen. Ein Mann rief: «Sie werden uns nicht dazu bringen, uns zu ergeben.»

Vance trifft sich persönlich mit Iran-Sprecher

17.13: Das Weisse Haus hat direkte Gespräche zwischen den USA und dem Iran bestätigt. Laut iranischen Staatsmedien haben in Pakistan bereits Dreiergespräche begonnen, nachdem Vorbedingungen Teherans – darunter eine Reduzierung israelischer Angriffe im Südlibanon – erfüllt worden seien.

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Der US-Vizepräsident JD Vance (links) gibt dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif die Hand. - keystone

Die US-Delegation unter Vizepräsident JD Vance und die iranische Seite unter Parlamentspräsident Mohammad Bagher Qalibaf sollen über einen möglichen Waffenstillstand und regionale Spannungen beraten, insbesondere im Zusammenhang mit Angriffen auf die vom Iran unterstützte Hisbollah im Libanon Libanon.

Donald Trump: «Man braucht keinen Notfallplan»

16.57: US-Präsident Donald Trump hat am Freitag in Washington vor Reportern erklärt, die Strasse von Hormus werde «in Kürze» wieder offen sein und «sich automatisch öffnen». Eine Öffnung der wichtigen Seeroute Strasse von Hormus stehe demnach auch im Interesse des Iran, da dieser sonst keine Einnahmen aus dem Schiffsverkehr erziele.

Weiter sagte der US-Präsident: «Das Militär ist besiegt, ihr Militär ist weg. Wissen Sie, wir haben so gut wie alles zerstört. Sie haben nur noch sehr wenige Raketen, sie haben kaum noch Produktionskapazitäten. Wir haben sie hart getroffen, unser Militär hat fantastische Arbeit geleistet.»

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US-Präsident Donald Trump hält einen «Notfallplan» für unnötig. - keystone

Trump sprach zudem von laufenden Gesprächen mit Teheran, deren wichtigstes Ziel die Verhinderung iranischer Atomwaffen sei. Einen «Notfallplan» für den Fall eines Scheiterns der Verhandlungen sehe die US-Regierung laut Trump nicht als notwendig an.

«Wissen Sie, ich glaube, es hat bereits einen Regimewechsel gegeben. Das war aber nie eines unserer Ziele. Keine Atomwaffen, das macht 99 Prozent aus», so Trump weiter.

Irans Marine warnt US-Kriegsschiff wegen Strasse von Hormus

16.22: Irans Marine hat mit Beginn der Friedensverhandlungen ein US-Kriegsschiff vor einer Durchquerung der Strasse von Hormus gewarnt. Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran beobachteten den US-Zerstörer genau, hiess es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. Sollte das Schiff seinen Kurs fortsetzen, drohe ein Angriff.

hormus trump iran
Trump kündigte an, die Hormus-Blockade beizubehalten, die vom Iran kritisiert wird. - keystone

Irans Delegation, die in Islamabad mit den USA Friedensgespräche aufgenommen hat, legte beim Vermittler Pakistan Beschwerde ein und forderte, dass der US-Zerstörer die Meerenge wieder verlasse. «Wenn die Bewegung des Schiffs fortgesetzt wird, wird es innerhalb von 30 Minuten angegriffen», liess der Iran Tasnim zufolge den USA mitteilten.

«Axios»-Reporter Barak Ravid hatte zuvor unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter berichtet, dass mehrere Schiffe der US-Marine die Strasse von Hormus durchquert hätten. Der Schritt sei nicht mit dem Iran koordiniert worden. Daten des Trackingdienstes Vesselfinder zeigten ein Schiff der US-Regierung mit nicht näher genannter Typenbezeichnung – wie beim Militär üblich – im Persischen Golf.

Trump: «Wir beginnen nun damit, die Strasse von Hormus zu räumen»

15.42: US-Präsident Donald Trump sorgt mit scharfem Truth-Social-Post während laufender Friedensgespräche in Pakistan für Aufsehen:

«Der Iran VERLIERT, und zwar GROSS!», beginnt er.

«Ihre Marine ist weg, ihre Luftwaffe ist weg, ihre Flugabwehr ist nicht existent, das Radar ist tot, ihre Raketen- und Drohnenfabriken wurden grösstenteils ausgelöscht, ebenso wie die Raketen und Drohnen selbst, und, was am wichtigsten ist, ihre langjährigen Führer sind nicht mehr unter uns, gepriesen sei Allah!»

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Trump wettert gegen den Iran auf Truth Social. - Truth Social

Und weiter: «Das Einzige, was ihnen noch bleibt, ist die Drohung, dass ein Schiff auf eine ihrer Seeminen auflaufen könnte, wobei übrigens alle 28 ihrer Minenleger ebenfalls auf dem Meeresgrund liegen. Wir beginnen nun damit, die Strasse von Hormus zu räumen – als Gefallen für Länder auf der ganzen Welt, darunter China, Japan, Südkorea, Frankreich, Deutschland und viele andere.»

Gegen all diese Länder feuert Trump auch noch: «Unglaublicherweise haben sie nicht den Mut oder den Willen, diese Arbeit selbst zu erledigen. Sehr interessant ist jedoch, dass leere Öltanker aus vielen Nationen alle in Richtung der Vereinigten Staaten von Amerika fahren, um sich mit Öl zu beladen.»

Friedensverhandlungen zwischen Iran und USA begonnen

14.53: In Pakistans Hauptstadt Islamabad haben Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran begonnen. Das teilten pakistanische Regierungsvertreter mit. Auch der iranische Staatssender Irib vermeldete, dass die Gespräche begonnen haben.

USA Iran Verhandlungen Pakistan
US-Vize-Präsident JD Vance (links), zusammen mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif (Mitte) und dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf (rechts) auf einem Fernsehbildschirm zu sehen. - keystone

Libanon meldet Tote nach israelischen Angriffen

14.31: Im Libanon sind nach Behördenangaben erneut mehrere Menschen durch israelische Angriffe getötet worden. Bei verschiedenen Angriffen in der Gegend um Nabatija im Süden des Landes seien zehn Menschen getötet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut mit.

Beirut Libanon Israel
Ein Gebäude, das von den jüngsten israelischen Luftangriffen getroffen wurde, ist während einer vom Medienbüro der Hisbollah organisierten Pressetour in den südlichen Vororten von Beirut, Libanon, am 10. April 2026 zu sehen. - keystone

Unter den Opfern waren demnach erneut auch Sanitäter. Auch ein Mitarbeiter des Zivilschutzes sei getötet worden. Das israelische Militär äusserte sich zunächst nicht. Es hatte der proiranischen Hisbollah-Miliz zuletzt jedoch vorgeworfen, Krankenwagen als Schutz vor Angriffen zu nutzen.

Pakistan bereitet Boden für heikle Friedensrunde

13.02: Vor möglichen Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran hat Pakistans Premierminister und Vermittler Shehbaz Sharif getrennte Vorgespräche mit beiden Delegationen geführt. Nach Angaben der pakistanischen Regierung traf er US‐Vizepräsident JD Vance sowie den iranischen Parlamentspräsidenten Muhammad Bagher Ghalibaf.

JD Vance Pakistan Sharif
Journalisten bei der Arbeit, während das staatliche pakistanische Fernsehen am Samstag, dem 11. April 2026, in Islamabad, Pakistan, in einem für die Berichterstattung. - keystone

Der genaue Ablauf der Gespräche ist weiterhin nicht offiziell. Nach Informationen des arabischen Fernsehsenders Al Jazeera bemüht sich Sharif um direkte Gespräche beider Seiten unter pakistanischer Beteiligung. Bei indirekten Gesprächen würden beide Delegationen in unterschiedlichen Räumen sitzen und Vermittler Nachrichten überbringen.

Der iranische Staatssender Irib berichtete, dass die Gespräche zwischen den Iranern und der US-Seite – sofern sie tatsächlich starten – für den Nachmittag Ortszeit geplant seien. Islamabad liegt drei Stunden vor Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ). Iranischen Quellen zufolge sollen die Verhandlungen nur einen Tag dauern.

Geben die USA eingefrorene iranische Vermögenswerte frei?

12.19: Laut der Nachrichtenagentur «Reuters» haben die USA zugestimmt, eingefrorene iranische Vermögenswerte in Katar und anderen ausländischen Banken freizugeben. Dabei bezieht sich die Agentur auf eine anonyme, hochrangige iranische Quelle.

JD Vance Pakistan
Ein Militärhelikopter schwebt über einem Konvoi, in dem sich der US-Vizepräsident JD Vance befindet, als dieser am 11. April 2026 in Islamabad, Pakistan, eintrifft. - keystone

Von iranischer Seite werde das als Zeichen der «Ernsthaftigkeit» der Gespräche in Pakistans Hauptstadt angesehen. Die Freigabe stehe im Zusammenhang mit der Forderung nach einer sicheren Passage durch die Strasse von Hormus.

Eine andere iranische Quelle erklärte «Reuters», dass über Katar Vermögenswerte von rund 6 Milliarden US-Dollar (4,7 Milliarden Franken) freigegeben werden sollen. Eine offizielle Bestätigung der USA oder Katars gab es dazu nicht.

Irans Delegation trifft Pakistans Premier vor möglichen Verhandlungen

12.11: Vor dem möglichen Beginn der Friedensverhandlungen mit den USA in Islamabad hat die iranische Delegation den pakistanischen Premierminister und Vermittler Shehbaz Sharif getroffen. Nach Angaben der pakistanischen Regierung war anschliessend ein Treffen Sharifs mit der US-Delegation um Vizepräsident JD Vance geplant.

Shehbaz Sharif Pakistan
Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif. - keystone

Berichte über eingeschlossene Hisbollah-Kämpfer in Grenzort

11.34: Israelische Truppen haben Medienberichten zufolge eine Hochburg der proiranischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon eingekreist. In der Stadt Bint Dschubail, die wenige Kilometer von der israelischen Grenze entfernt liegt, seien nach Schätzungen Dutzende Hisbollah-Kämpfer seit vier Tagen eingeschlossen, berichtete das israelische Nachrichtenportal «ynet». Ähnliche Berichte kamen aus dem Libanon.

Stadt Bint Dschubail
Blick auf die Stadt Bint Dschubail im Januar 2025. - keystone

Israelische Truppen rückten demnach von Jarun, Marun al-Ras und Aitarun aus voran, um Bint Dschubail von verschiedenen Seiten aus von der umgebenden Region abzuschneiden. Die Schiitenstadt gilt als wichtige Front der Hisbollah. Der 2024 von Israel getötete Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah hatte dort seine erste Kundgebung nach dem israelischen Truppenabzug aus dem Süden Libanons im Mai 2000 gehalten.

Israel und Hisbollah beschiessen sich weiter gegenseitig

10.24: Das israelische Militär und die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon beschiessen sich weiter gegenseitig. Im Libanon meldete die staatliche Nachrichtenagentur israelische Luftangriffe am frühen Morgen in der Region um Nabatija im Süden des Landes.

Drei Menschen seien getötet worden, als ein Wohngebäude durch einen Angriff zerstört wurde. Auch in anderen Teilen des Südens kam es demnach weiter zu Angriffen. Ein israelischer Armeesprecher sagte, man prüfe die Berichte.

Beirut Israel Angriff
Ein bewaffneter Mann steht Wache, während ein Bulldozer die Trümmer eines teilweise zerstörten Gebäudes in Beirut räumt, das Ziel eines israelischen Luftangriffs war. - keystone

Israels Militär gab an, weiterhin Angriffe der Hisbollah zu vereiteln. Die israelische Armee veröffentlichte Videos von Angriffen auf Raketenabschussrampen der Hisbollah, die zerstört worden seien, sowie von Hisbollah-Kämpfern, die nach dem Abschuss von Raketen auf Israel beschossen worden seien. Die Hisbollah ihrerseits reklamierte erneut Angriffe auf israelische Stellungen für sich.

US-Delegation um JD Vance in Pakistan eingetroffen

08.33: Die US-Delegation um US-Vizepräsident JD Vance ist zu den Gesprächen über eine dauerhafte Friedenslösung im Iran-Krieg in Pakistan angekommen. Sie sei auf einem Luftwaffenstützpunkt nahe der Hauptstadt Islamabad gelandet und werde zum Hotel eskortiert, hiess es aus pakistanischen Sicherheitskreisen.

JD Vance
JD Vance soll in Pakistan gelandet sein. - keystone

Pakistanischen Diplomatenkreisen zufolge sollen die Gespräche am Nachmittag Ortszeit (drei Stunden vor MESZ) beginnen. Zunächst treffen die Delegationen demnach separat auf die pakistanischen Vermittler, Premier Shehbaz Sharif und den obersten Militär, Feldmarschall Asim Munir. Anschliessend solle es direkte Gespräche zwischen den US-Vertretern und dem Team aus Teheran geben.

Maximalforderungen und Drohgebärden vor Iran-Verhandlungen

07.27: Unmittelbar vor Beginn der geplanten Friedensgespräche in Pakistan zwischen den USA und dem Iran haben beide Kriegsparteien auf ihren jeweiligen Forderungen beharrt. Der Iran machte seine Teilnahme an den Verhandlungen in der Hauptstadt Islamabad unter anderem von einem Ende der israelischen Angriffe im Libanon abhängig.

Iran USA Verhandlungen Pakistan
Der iranische Parlamentspräsident Mohammad-Bagher Ghalibaf (2. von rechts) und der iranische Aussenminister Abbas Araghchi (2. von links) nach ihrer Ankunft in Pakistan. - keystone

US-Präsident Donald Trump drohte seinerseits bereits mit neuen Attacken auf den Iran, falls sich Teheran nicht auf die US-Forderungen einlassen sollte. Die von Vizepräsident JD Vance geführte US-Delegation und die iranischen Unterhändler unter der Leitung von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf stehen vor schwierigen Verhandlungen. Der Zeitplan und das Format der Verhandlungen waren zunächst noch nicht ganz klar

Iraner seit 1000 Stunden vom Internet abgeschnitten

07.09: Die Iraner sind inzwischen seit 1000 Stunden vom Zugang zum globalen Internet ausgeschlossen. Das teilte die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks in der Nacht auf der Plattform X mit. Es handelt sich demnach um die bislang längste landesweite Internetsperre weltweit.

Iran
Die Iraner sind vom Internet abgeschnitten. - keystone

Mit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar hatte die Regierung in Teheran den Zugang zum weltweiten Internet weitgehend gesperrt. Die 90 Millionen Iraner können seitdem nur auf ein eingeschränktes internes Netzwerk zugreifen, in dem lediglich staatlich genehmigte Inhalte zur Verfügung stehen.

UN-Chef vor Gesprächen: USA und Iran sollten Chance nutzen

03.00: Kurz vor den geplanten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran hat UN-Generalsekretär António Guterres beide Kriegsparteien aufgefordert, sich ernsthaft um eine dauerhafte Beilegung des Konflikts zu bemühen.

UN-Generalsekretär António Guterres
Guterres sagte, alle Kriegsparteien seien über die Standorte dieser UN-Gebäude informiert gewesen. (Archivbild) - keystone

Sie müssten die Gespräche in Pakistan als Chance nutzen, «um sich in gutem Glauben um eine dauerhafte und umfassende Einigung zu bemühen, mit dem Ziel, die Lage zu deeskalieren und eine Rückkehr zu Feindseligkeiten zu verhindern», sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric.

Botschafter von Libanon und Israel knüpfen ersten Kontakt

02.50: Nach wochenlangen Kämpfen zwischen den israelischen Streitkräften und der Hisbollah-Miliz im Libanon haben die Botschafter beider Länder in den USA erste Kontakte zur Vorbereitung möglicher Gespräche über eine Waffenruhe geknüpft. Die libanesische Botschafterin in Washington und der israelische Botschafter loteten in einem Telefonat die Chancen für Verhandlungen aus, wie das Präsidialamt in Beirut mitteilte. Auch der US-Botschafter im Libanon war zugeschaltet.

Demnach wurde ein erstes Treffen am kommenden Dienstag im US-Aussenministerium vereinbart. Ziel sei die Verkündung einer Waffenruhe und der Beginn formeller Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon unter Vermittlung der USA, hiess es aus Beirut weiter.

Kommentare

User #1450 (nicht angemeldet)

Alles nur Show geht nur um wer hat den grösseren war schon immer so

User #4909 (nicht angemeldet)

Ich freue mich Hr. Vance. Endlich ist der Krieg vorbei und Sie haben wesentlich dazu beigetragen. Sie werden als nächster Präsident der USA eine ganz grosse Chance haben. Viel Erfolg und Alles Gute Hr. Vance.

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